Endspurt in New York. Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Die New Yorker Designer schwelgen zum nächsten Winter in opulenten Materialien und softem Pelz für glamouröse Looks in unaufdringlicher Farbgebung. „Golden Girl“ Donna Karan präsentiert edlen Material-Mix in Schwarz, Grau und Gold vor einer reflektierenden Kulisse aus glitzernden New York City-Lights. Phillip Lim setzt auf den Mix von edlen Uptown-Looks mit coolen Downtown-Elementen. Diane von Furstenberg bricht schwarze und Schwarz/Weiß-Looks mit kräftigen Farben auf. Tory Burch spielt mit ausgefeilten Intarsien-Mustern. Marc by Marc Jacobs schickt von zum Song „Children of the Revolution“ Che Guevara-inspirierte Anarchisten-Girls auf die Bühne. Es geht um neue, unerwartete Kontraste – aber auch um Kommerz.



Tommy Hilfiger setzt beispielsweise jetzt auf Fast Fashion. Zur Feier des im Herbst anstehenden, 30jährigen Firmenjubiläums der Marke konnten Fans am Dienstag zwei Teile direkt vom Laufsteg der Hilfiger-Show zu sich nach Hause ordern: einen burgunderfarbenen Faux Fur-Sweater für 190 Dollar (167 Euro) und eine Clutch-Handtasche für 140 Dollar, beide mit einer großen Applikation der Zahl „30“. Unmittelbar bevor sie den als großes Football-Field aufgemachten Laufsteg betraten, twitterten die Models Selfies mit den entsprechenden Teilen in den Tommy Hilfiger-Stream. Zeitgleich gingen die Teile auf Tommy.com in den Verkauf.



Ein dynamischer Mix von Sport und Digital auch in den Fenstern des zu Macy’s Inc gehörenden Warenhaus-Filialisten Bloomingdale’s. In seinen aktuellen Fenstern laden große Monitore sportliche Passanten zum digitalen Basketball-Spiel ein.



Neben rund 100 über Schauenveranstalter IMG organisierten Schauen zeigten im Rahmen der Mercedes-Benz Fashion Week diese Saison über mehr als 250 kleinere Labels in der Hoffnung, von einem der großen Einkäufer entdeckt zu werden. Ein „Must-Stop“ ist der 2013 von der ehemaligen Einkaufschefin des Londoner Luxus-Retailers Browns, Ruth Runberg, und der Stylistin Alison Brokaw gegründete „White Space“. Im Studio des bekannten Künstlers Jeff Koons in Chelsea zeigen die beiden Mode-Profis jede Saison fünf, sechs junge Marken, die sich gerade am Randes des Durchbruchs befinden. In dieser Saison war u.a. das kürzlich von Berlin nach London umgezogene Label Achtland dabei. Managing Director Thomas Bentz und Creative Director Oliver Lühr sind von dem Standort begeistert. „Wir treffen hier unglaublich gute Retailer wie Neiman Marcus, Bergdorf Goodman, Barneys, Kirna Zabete, Maxfield, Matches London und Colette."