Editor's Choice. Die besten Männermode-Schauen zum Sommer 2013 aus Paris, Tag zwei: Rick Owens, Louis Vuitton, Dries van Noten. Aufrüsten ist angesagt. Parka. Friesennerz. Camouflage. Hightech. Für Berg und Tal.

RICK OWENS.
Schlich und leicht. Rick Owens zeigte mit seiner HAKA-Kollektion für Sommer, dass er nicht mehr der Outsider der Pariser Modeszene ist. Sein strenger Underground-Stil wirkte diesmal schwereloser, heller und damit tragbarer. Die Schau eröffnete mit minimalistischen schwarzen Ensembles aus knapp knöchelkurzen Hosen, Jacken, Westen und Tops in 7/8-Länge. Neue Perspektiven kamen mit sportlicheren Styles aus leichtem Leinen und halbtransparenten, beschichteten Materialien in Off-White und hellen mineralischen Tönen. Darunter gezippte geräumige Blousons – auch grafisch bedruckt – und starke Kapuzenjacken mit aufgesetzten Streifen, die an Feuerwehr-Mäntel erinnern.

LOUIS VUITTON. Gut ausgerüstet geht der Louis Vuitton-Mann in die neue Saison. Kim Jones, seit drei Saisons der Menswear-Designer unter Marc Jacobs Leitung von Louis Vuitton, schickt ihn nach der Arbeit – in Luxus-Versionen des doppelreihigen Anzugs – mit gepflegten sportlichen Styles in den Urlaub am Meer. Reise-Parkas mit Kapuzen sind aus leichtem Hightech-Stoff, seemännisch gelbe Jacken erinnern an die wasserfeste Öljacke der Fischer. Beinahe bergtauglich wirken Outfits mit farbigen Kontraststreifen. Für das Wochenende in der Stadt gibt es Luxus-Jeanswear, gepatcht und geflickt. Funktionelle Rucksäcke sind das Must-Have-Accessoire der Saison.

DRIES VAN NOTEN. Dries van Noten schickte eine deutliche Sommer-Botschaft über den Laufsteg. Er erforscht das Military-Thema Camouflage, macht es cityfein und zieht es in zahlreichen Variationen durch die gesamte Kollektion. Blazer, Mäntel, Hosen und Tops, die in dieser Saison an Weite und Volumen gewinnen, zeigen das Tarnmuster farblich verfremdet, auf Baumwolle, Leinen oder Seide. Es taucht in Ensembles für alle Tragegelegenheiten auf – und wirkt damit zugleich vertraut und völlig neu.