Tag acht war der Tag der Farbe in Paris. Was sich in den vorangegangenen Schauen wie beispielsweise bei Céline schon abgezeichnet hatte, wurde von Chanel, Alexander McQueen und Valentino in Perfektion gezeigt. Farbe war das beherrschende Thema, aber nicht über einfache Colourblockings umgesetzt, sondern immer verpackt in neue Muster, außergewöhnliche Stickereien und innovative Stoffe.

Gallery: Chanel F/S 2014



Chanel. Gemälde und Skulpturen haben diesmal die Schau von Chanel in Paris begleitet. Karl Lagerfeld hatte sie nicht selbst gemalt und geformt, sondern nur skizziert und scherzhafterweise typische Chanel-Elemente, eine Perle, eine Kamelie, oder ein Flakon Chanel No 5, hinzugefügt. Alles in der Schau wirkte wie in einer Kunst-Galerie, sogar die Styles der Kollektion: So farbenfroh und so musterfreudig war sie selten. In typischen Tweed-Looks werden die Formen länger, Jacken und Westen reichen über die Hüfte, Röcke bedecken gut das Knie. Dabei wird das Longjacket über kurze Shorts oder mit hautengen Leggings getragen, so bekommt es einen neuen Dreh. Nichts sieht alt aus, dafür sorgt Farb-Mix von Fuchsia- und Pink-Tönen mit Schwarz, Weiss, Marineblau oder mit Drops-Pastellen, im Dessin oder in der Silhouette. Dafür, dass nichts gewöhnlich wirkt, sorgen nicht zuletzt jede Menge innovative Stoffe - Doppelstoffe, Glanz-Beschichtung oder Tweed in Fusion mit einem glatten Stoff. Lässige, lange Party-Styles mit grafischen Kartoffeldruck-Dessins sind so vielfarbig und bunt, dass es vor den Augen flimmert.

Gallery: Alexander McQueen F/S 2014



Alexander McQueen. Wo war Alexander McQueen’s Designerin Sarah Burton nur überall, um sich Ideen für ihre ethnisch inspirierte Kollektion zu holen? Offenbar war sie nur mit dem National Geographic-Magazin auf Reisen, bei Stämmen im Amazonas, bei den Azteken oder bei den Samurai. Das Ergebnis ist verblüffend und visuell stark. Grafische Muster von indianischen Stämmen, Schachbrett und Krawattenmuster in Schwarz/Weiss, Rot/Weiss, Rot/Schwarz, aber auch multicolor, ziehen sich durch die gesamte Kollektion. Die Silhouette spielt mit Längen und Weiten, etwa bei einem Kurzmantel, oder einer kurzen Jacke mit Halbarm, schulterfreien Tops, Röcken, kurz und weit oder kurz und eng, unter denen eine kniebedeckende Leggings hervorschaut. Weiße Kleider aus Stickerei-Stoffen in Makramé-Optik und Outfits aus überdruckten, lasergestanzten Stoffen – beide Materialien liegen im sommerlichen Trend – zeigen, dass Burton viel Wert auf innovative Stoffe legt

Gallery: Valentino F/S 2014



Valentino. Hingucker-Styles für den Abend in der Oper hatten sich Valentinos Designer Maria Grazia Chiuri und Peripaolo Piccioli auf ihr Mood-Board für Sommer geschrieben. Die Kollektion enthält überwiegend lange, meist hochgeschlossene Kleider, aber auch ein paar minikurze, sexy Outfits, die eins gemeinsam haben: Dekorative Muster, ausgesucht aus einer breiten grafischen Palette, von breiten Querstreifen über ethnisch inspirierte Dessins bis zu Animal Prints. Tiefe und satte Farbtöne, Grau und Schwarz, Nude-Töne und ein paar kräftige Pastelle treffen in der Farbpalette aufeinander.