Viel Aufregung in den letzten zwei Tagen während der Paris Fashion Week. Da ist Chanels imposante Inszenierung. Karl Lagerfeld hat den Grand Palais dieses Mal in eine Brasserie verwandelt, mit Kellnern, Café au lait und gekochten Eiern inklusive. Konsequent, wie man Chanel kennt. Die Mode: ein starker Fokus Richtung 50er- und 60er Jahre mit karierten Kostümen, Pencil Skirts, Faltenröcken, Mänteln in Midi-Länge, Schluppenblusen und Slingbacks. Nicht überraschend, nur dann, wenn Wattierungen und 3D-Applikationen die gewohnten Klassiker aufbrechen.

Dagegen gänzlich unerwartet das Schauspiel bei Valentino. Ben Stiller und Owen Wilson geben eine Catwalk-Einlage zum besten, um ihren neuen Film Zoolander 2 zu promoten. Das Publikum tobt. Auch, weil sie von der modischen Aussage der Kollektion begeistert sind. Maria Grazia Chiuris und Pierpaolo Piccioli setzen sich mit neuen Lebensentwürfe der Frauen auseinander, am offensichtlichsten zu erkennen an modern interpretierten Reformkleidern.

Bei Miu Miu vereinen sich Hahnentrittmuster, Leo und Pythonleder in nur einem Outfit. Mit großen Rüschenkragen und karierten Röcken überspitzt Miuccia Prada das Mädchenhafte. Derweil setzt Nicolas Ghesquière für Louis Vuitton auf 90er-Silhouetten und Teddycoats. Und damit auf mehr Techno für die Traditionsmarke.