Alexander McQueen.
Sarah Burtons Kollektion für Alexander McQueen war zweifellos eine der schönsten der Pariser Fashion Week. Sie zeigte den Sinn für dramatische, theatralische Outfits des verstorbenen Gründers der Marke, aber auch die feminine, positive Leichtigkeit, die der Designerin eigen ist. Die Silhouette ist kurz und taillenbetont. In ausschließlich abendlichen Styles aus Jacquard- und Spitzenstoffen spielt Burton mit Falten und Godets in 20 bis 30 cm breiten Abschlüssen an Kleidern, Röcken und Ärmeln. Spektakuläre Abendkleider bestehen aus Wogen von Tüll. Pelz und Marabu-Federn kommen als Schulter-Capes, auf kurzen Mänteln und als Pompons. Auch die Farben sind hell und fröhlich: Weiß und helle Grau-Nuancen gehen in fruchtige Sorbet- und kräftige Rottöne über.

Chanel.
Karl Lagerfeld hat die Inspirationen für Chanels Winterkollektion in der Natur gefunden. Mineralische Töne und Strukturen, Kristallglanz und herbstliche Farben prägen Ensembles, die mit mehr Volumen gegen die Kälte schützen. Wadenlange Mäntel sind aus Wollstoffen mit tweedigen Strukturen, die sich auch sonst durch die gesamte Kollektion ziehen. Jacken-Kleider und Ensembles mit glockigen, Knie bedeckenden Röcken bekommen in Kombination mit einer schmalen Hose einen modernen Kick. Strick-Ensembles in petroligen Grüntönen, Bernstein und Lila zeigen grafische Jacquardmuster. Hingucker sind Abendkleider mit farbigen Kristall-Elementen, die wie kubistische Bilder wirken.

Valentino. Geradlinig, sophisticated, selbstbewusst und trotzdem feminin. Diese Attribute treffen den Kern der Kollektion, die Maria Grazia Chiuri und Pier Paolo Piccioli für das Modehaus Valentino entworfen haben. Models in tiefschwarzen Capes, Kleidern und Einteilern aus Leder, die eine extrem geradlinige Silhouette zeichnen, eröffnen die Schau. Gebrochen wird der strenge Look immer wieder durch Schmuckelemente wie Stickereien und Borten an Kleidern und kurzen Blazerjäckchen, sowie Posamentenverschlüssen an Mänteln. So entsteht ein gekonnter Mix aus klaren, modernen Schnitten und folkloristischen Elementen.