Editor's Choice. Die besten Männermode-Schauen zum Sommer 2013 aus Paris, fünfter Tag: Lanvin, Paul Smith und Thom Browne. Nach vielen monochromen Looks kommt am letzten Tag richtig Farbe ins Spiel. Klar, Paul Smith macht's. Aber auch Thom Browne ist alles andere als blass.

PAUL SMITH. Sir Paul Smiths Vision für Sommer 2013 ist ein sauberer Brit-Chic, in dem Farbe die Hauptrolle spielt. Seine Kollektion war eine der farbenfreudigsten in Paris. Die eher feminine Farbpalette beginnt mit Rot – Feuerrot bis Aubergine – reicht über tiefe Farbtöne wie Terracotta, Petrol und Safran bis zu Pastellen wie Flieder und Rosenholz. Formelle Eleganz überwiegt, cityfeine Sportswear kombiniert Variationen der Biker-Jacke mit schmalen Slacks. Ein Fensterkaro und ein paar florale Prints lockern die bei Paul Smith ungewohnte Ernsthaftigkeit auf.

LANVIN. Eine gewisse Eleganz ist Basis der Saison, der Anzug in Schwarz oder Weiß feiert ein Comeback, in der Freizeit wird aus Strenge Leichtigkeit. So schien die Botschaft bei Lanvin zu lauten, und sie bekam viel Beifall. Mehr Bequemlichkeit, mehr Weite zeigten die Ideen von Lanvins HAKA-Designer Lucas Ossendrijver in Weiß, Schwarz, hellen neutralen und Grün-Tönen. Etwa in schlicht-sportlichen Reise-Mänteln aus leichten, teils halb transparenten Hightech-Materialien oder Kapuzen-Jacken zu leichten Tops und taillenhohen, weiter geschnittenen Bundfaltenhosen, die gekrempelt getragen werden.

THOM BROWNE. Thom Browns Inszenierungen sind für ihren Ideenreichtum bekannt. Der US-Designer enttäuschte seine Pariser Schauenbesucher nicht. Die Models erschienen wie wandelnde silberne Lampions in einem Pariser Garten. Sie gruppierten sich auf der Rasenfläche, wo ihre Schuhe – silberfarbene Schnürschuhe – auf sie warteten. Dann fiel die Hülle, doch die Überraschung überraschte Insider nicht: eine Explosion von Karos in sommerlichen Haribo-Farben auf jungen Anzügen à la Thom Browne.