Der Fashion Week-Marathon neigt sich dem Ende. Paris bildet den Abschluss der relevanten Modewochen. Gespannt werden viele u.a. auf die Kollektionen von Chanel, Louis Vuitton und Alexander McQueen sein. Die Schauen von Thierry Mugler und Dries van Noten gingen am Mittwoch über den Laufsteg. Dabei überraschten besonders Nicola Formichetti und Sébastien Peigné mit ihren Entwürfen für Thierry Mugler.

Thierry Mugler.
Zum ersten Mal seit Nicola Formichettis Übernahme der kreativen Leitung bei Mugler vor einem Jahr sieht man in der Schau erste Ansätze für tragbare Mode. Im Duo mit DOB-Designer Sébastien Peigné gibt es zwar immer noch reichlich anzuziehen für Formichetti-Freundin Lady Gaga, doch gehen die Vorschläge auch über Bühnen-Outfits hinaus. Zudem ist die Inspiration aus den Archiven der Marke aus den 80er Jahren deutlich erkennbar, die starke Schulter, Eieruhr-Formen und Wespentaille, mit denen Muglers sexy Power-Frauen seinerseits Furore machten. Ausgefallen schöne weiße Caschmere-Mäntel mit Pelzbesatz in Wadenlänge und schwarze Bolero-kurze Abendjacken mit weiten Ärmeln sind Hingucker.

Dries van Noten. Die Kollektion kommt im klassisch-französischen Spiegelsaal des Pariser Hôtel de Ville in zeitlosen Stil daher. „It’s a slow down time“ wiederholt die Hintergrund-Musik, passend zur Slow Fashion, mit der der Belgier immer mehr Fans findet. Van Notens Winter-Vokabular enthält  Maskulin-Feminines, auffallende Druckmotive und etwas Ethnik: Man sieht den dunklen Boyfriend-Blazer gegürtet über einer schmalen dunklen Hose getragen. Grafische Drucke zieren wadenlange Seidenkleider mit Halbarm ebenso wie schlichte Jacken aus Flanell. Ein Muster in gebrannten Orange-Tönen zeigt ethnische Einflüsse, ebenso Stickereien mit Goldfäden auf dunklen abendlichen Outfits.