Finale in Paris. Dass Paris mit spektakulären Schauen immer wieder Glanzlichter setzt, beweist die Stadt in jeder Saison. Das Event von Louis Vuitton am letzten Tag der Defilees zur Herbst/Wintersaison 2012 wird allerdings in die Geschichte eingehen.

Louis Vuitton: Designer Marc Jacobs ließ eine Lokomotive samt Personenwagen in das Cour Carrée du Louvre auf Schienen einfahren. Das staunende und zugleich johlende Publikum fühlte sich 100 Jahre zurück versetzt. Aus den Wagen stiegen Damen der Gesellschaft mit langen Gehröcken über knöchellangen Röcken. Reich, fast dekadent geschmückt mit riesigen Knöpfen in Gold und mit Schmucksteinen. Taschen und Gepäck wurden selbstredend vom Personal befördert. Eine Reise in die Vergangenheit, die den höchsten Luxusanspruch der Marke genauso antreibt, wie die heute startende Vuitton-Ausstellung in Paris.

Miu Miu: Miuccia Prada überrascht diesmal mit Hosenanzügen. Sogar die Designerin selbst, die sich sonst nur in Röcken zeigt, ließ sich am Ende der Show in einem Hosenanzug blicken. Die 70er Jahre sind nach wie vor ein großer Fundus. Sei es für oversized Blazerformen, für Plastikketten-Kleidchen, die über Blusen getragen werden oder für die farbenfrohen Tapetenmuster, die in reichen Brokaten für Hosenanzüge eingesetzt werden. Knöchellange, weite Hosen lassen die neue maskuline Seite von Miu Miu besonders aufscheinen.

Allude: Der letzte Schauentag war zugleich Premiere für Allude in Paris. Nachdem die Münchnerin Andrea Karg bisher in Berlin gezeigt hatte, ging ihre Show nun im Grand Palais über die Bühne. Elegante Strick-Outfits in wunderschönen Farben von Ochsenblut bis Pink sind als stimmiges Mix and Match zu sehen. Ob Hosen, Zipfelröcke, asymmetrisch geschnittene Röcke oder Jacken in verschiedenen Längen zu breiten Ledergürteln: Cashmere-Feinstrick ist die Klammer, die alles wieder zusammenbringt. Gold- und Kupferglanz bringen noch mehr Allure in die Kollektion.