Es wurde mit Spannung erwartet wie kaum ein anderes Event der diesjährigen Schauensaison: Die Rückkehr von Nicolas Ghesquière ins Designer-Rampenlicht. Dabei musste sich das Publikum schließlich bis zum letzten Tag des Laufstegreigens gedulden. Und schließlich setzt der Darling der internationalen Modeszene einen überzeugenden finalen Schlusspunkt der Saison. Nicolas Ghesquière präsentiert für Vuitton eine neue, abgeräumtere, sehr moderne Handschrift, die viel Beifall findet. Jede Menge Leder, ob Velours oder Nappa, in handwerklich anspruchsvollster Verarbeitung wird vor allem mit Strick kombiniert. Kurze ausgestellte Röckchen, dazu ein sportiver Track-Pulli mit Zipper bilden den Kern des Looks. Ein wenig 60's-Vibe unterstreicht die neue Modernität bei Vuitton.

Ganz in Sportlaune ist Miuccia Prada für ihre Zweitlinie Miu Miu - ein großartiger Clash aus Aktivsport-Einflüssen und Luxus-Appeal. Gesteppte Kleider und Jäckchen, die an 70er Jahre-Skianzüge erinnern mit typischen Colorblock-Elementen werden in Form braver Kostümchen kombiniert. Auch Brokatmäntel mit Silberglanz bilden eine kongeniale Ergänzung zu gesteppten Miniröcken oder grobem Strick. Ein großartiger Mix mit durchaus kommerziellen Einzelteilen. Das Ganze mal pastellig-süßlich oder plakativer in Primärfarben.

Ganz auf Understated Luxus setzt dagegen Christoph Lemaire für Hermès mit reichen Kaschmir-Qualitäten und edlem Pelz. Hüllige Doubleface-Mäntel und weicher Strick stehen hier für Understated Luxus. Luxuriös sind übrigens auch die Mäntel von Moncler Gamme Rouge - ein Feuerwerk an Ideen für innovative Outerwear, ganz im Sinne der Tradition des Hauses. Es lohnt sich, den letzten Tag abzuwarten.