Die Paris Fashion Week neigt sich dem Ende zu. Nicht aber die Impulse für den Markt und innovativen Looks. Die gibt es nach wie vor en masse. Eine der besten Defilees des Tages: Sacai. Die japanische Designerin zeigt die innovativsten Ideen für Outerwear. Blazer, Jackets und Großraum-Mäntel bringt sie in einem Look zusammen. Und propagiert, wie viele Designer in dieser Saison, beispielsweise auch Véronique Branquinho, die zarte Plissees mit Herren-Anzügen zusammenbringt, einen neuen, extremen Lagenlook. Fausto Puglisi setzt auch in der dritten Saison seine Verjüngungskur bei Ungaro fort. Modern: Rosenprints und der Mix von Mesh und Spitze.

Derweil schwelgt Stella McCartney in Strick und präsentiert Masche allover. Strickkleider mit überlangen Ärmeln, Strick-Ensembles. Und verdeutlicht mit ihrer Show, dass Zipper die wichtigsten Deko-Elemente der Saison sind. Alle gewohnt pragmatisch. Wieder belebt: die Steghose. Es gilt zu beobachten, ob sie sich zum Herbst/Winter 2014 durchsetzt.

Enttäuschend: Saint Laurent. Setzte die Kollektion vor einem Jahr noch die Benchmark für einen coolen, kommerziellen Grunge-Look, ist in dieser Saison kaum eine Weiterentwicklung zu sehen. Hedi Slimane kann mit seinem Glam-Rock mit College-Attitüde nicht überzeugen. Modisch gesehen. Denn unter kommerziellen Gesichtspunkten ist der Look offensichtlich genau das, was sich verkaufen lässt: Saint Laurent gehört aktuell zu den erfolgreichsten Marken bei Kering.