Plakative Wordings sind im Top-Genre der Menswear angekommen. Das zeigen die Pariser Schauen klar und deutlich. Die Kreativen der internationalen Top-Brands beschriften T-Shirts, Pullis und Jacken vielfältig und großflächig. Vom schnöden Label-Namen (Études, Facetasm) bis zu Slogan- und Statement-Ideen reicht die Bandbreite. So druckt Kenzo ganz bescheiden „Brilliant“ auf Hosen und Hoodies, Sacai macht seine Schau via Druck-Ansage zur „Horroroshow“, für Andrea Crews ist es schlicht „Work“. Comme des Garçons („The King is naked“) und Yohji Yamamoto („Yohji is for hire“) lassen wiederum Raum für Interpretationen und mögliche Tiefgründigkeit.

Vor allem dürfte jedoch das Ziel sein, neben Pseudo-Aktivismus einen guten Schuss Street-Style in die Kollektionen zu bekommen. Dafür sprechen auch die vielen Zahlen und Nummern sowie Badges und Abzeichen, die zusätzlich zum Buchstaben-Boom viele Kollektionen durchziehen.

Nicht zuletzt haben Klassiker der Urbanwear gerade Konjunktur. So sind Bomberjacken weiterhin stark vertreten, Ergänzt werden sie um neue Coach- und College-Styles. Sweat- und T-Shirts sind ebenfalls unerlässlich. Oft als Crew-Neck oder Hoodie mit Raglan. Und entsprechend der generellen Abkehr von Skinny-Looks natürlich gerne auch ein paar Nummern größer als noch vor einigen Saisons. Damit gibt’s dann auch mehr Fläche zum Vollschreiben.