Es ist ein Tausendsassa und der mit Abstand beste Kompromiss zwischen Kurzarmhemd und T-Shirt. Es verändert die Looks der Männer, macht sie frischer, leichter, sommerlicher. Klassische Outfits werden gedreht, bekommen einen ordentlichen Schuss Farbe. Freizeit-Looks macht es gepflegter. Und schließlich ist es aus kommerzieller Sicht seit jeher ein wichtiger Bestandteil der Sommer-Sortimente. Auch aus diesen Gründen holen die Designer aus dem Evergreen der Männermode raus, was nur geht.

Das Polo-Hemd war ohne Zweifel einer der Stars der Schauen. Soviel Polo war selten. Und dabei sind es längst nicht nur die Farben, die es zu einer Augenweide machen. Vor allem die zahlreichen innovativen Qualitäten verwandeln das Polo zum Styling-Element Nummer eins. Der körnige Piqué ist nur noch eine von vielen Facetten. Auch die Schnitte sorgen für Drive.

Diesel Black Gold zeigt ultraschmale und längere Ärmel. Canali setzt auf reliefartige Oberflächen und unter anderem Hermès, Junya Watanabe und Ermenegildo Zegna zeigen verlängerte Knopfleisten. Letzterer schickt fast alle Anzug-Looks mit Polo-Hemd über den Catwalk und spielt dabei mit vielen Farben sowie luftig-leichten Mesh-Qualitäten. Das Ergebnis: Sommerlooks zwischen Eleganz und Leichtigkeit. Und mittendrin der Hauptdarsteller: das Polo-Hemd.

Eine ausführliche Analyse der internationalen Männermode-Schauen finden Sie in der TW 33 vom 16. August 2012.