Hipster-Bashing in allen Kanälen. Und damit auch eine klare Absage an bedruckte Jute-Beutel. Die gute Jute hat ausgedient. Wohin jetzt mit den schlauen Sprüchen und Lebensweisheiten? Ganz einfach: aufs Shirt. Die internationalen Designerschauen für Sommer 2013 haben klar gezeigt: Statement-Shirts sind auf dem Vormarsch. Ob schlichtweg „Music“ oder „Collage“ wie bei Acne, oder etwas inhaltsreicher wie „Très Fatigué“ oder „I’m serious“ bei Ashish.

In den vergangenen Saisons kamen T-Shirts vornehmlich mit Fotoprints oder grafischen Mustern daher. Künftig trägt man freche Sprüche jedoch wieder stolz auf der Brust statt unterm Arm. Gleiches gilt für Logos, die ebenfalls wieder salonfähig sind. Die 80er lassen grüßen.

Gerade der Logotrend ist in der modischen Spitze schon in vollem Gange. Richtig ins Rollen gebracht haben ihn wohl nicht zuletzt die Sweater, die Kenzo diesen Herbst in den Läden hat. Das Label, das seit kurzem von den Machern von Opening Ceremony die kreative Richtung vorgegeben bekommt, stieß mit seinen Entwürfen durchweg auf positive Resonanz bei Kunden und Presse. Vielerorts sind die Teile bereits ausverkauft. Und so ist es nicht verwunderlich, dass es die Logo-Sweats auch zum kommenden Sommer wieder in der Kenzo-Kollektion gibt.

Auch Labels wie Custo Barcelona, Marc by Marc Jacobs, Louis Vuitton und Dsquared zeigen Logoprints. Man darf wieder zeigen, was man trägt. Die Teile haben schließlich ihren Preis. Understatement war gestern. Dass dieser Trend auch auf den jungen Markt überschwappt, ist wahrscheinlich. Typografische Drucke gibt es bei Bestseller-Labels wie Eleven Paris und Boombap schon jetzt. Mit abgewandelten Logoprints wie dem modifizierten Chanel-Logo wird bereits seit einiger Zeit Kasse gemacht. Jetzt dürfen es auch vermehrt wieder Sprüche sein, die man auf den Shirts zu lesen bekommt. Neue Botschaften auf neuen Schreibflächen. It's Typo-Time.