Paris polarisiert. Die internationalen Menswear-Designer setzen bei den Schauen an der Seine klare Outerwear-Statements. Keine Kompromisse, lautet die Devise. Entweder knackig kurz oder richtig lang – so muss die Sommer-Sportswear aussehen. Neue Bomberjacken gehen gegen cleane Summer-Coats ins Rennen.



Gallery: Bomber-Boys



BOMBER BOYS. Der Urbanwear-Aufsteiger der jüngsten Saison macht sich im Designer-Genre jetzt so richtig breit. Das Spiel mit Qualitäten, Applikationen und Dessinierungen kennt hier keine Grenzen. Berluti zeigt den Flieger-Style aus feinstem Leder, Dries van Noten und Louis Vuitton heben ihn mit aufwendigen Stickereien auf ein neues Luxus-Level. Bei Kris van Assche bekommt der Bomber, in gleicher Ware wie die dazu kombinierte Bundfaltenhose, sogar einen fast formellen Touch. Alexandre Mattiussi wiederum zeigt ihn bei Ami so, wie die coolen Kids in seiner Pariser Nachbarschaft ihn tragen: Schwarz, knackig und mit Lederärmeln, als Accessoires dazu die Basecap. Neues Insider-Styling: Anorak oder Karohemd um die vom Bomber freigelegte Hüfte binden. Uncool, c’est cool.



Gallery: Mantel-Männer



MANTEL-MÄNNER. Lange Jacke gegen Langeweile. Als Gegenspieler zum Blouson-Boom. Die internationale Menswear-Avantgarde dreht mit markanten Mänteln an der Silhouettenschraube. Vor allem sleeke, abgeräumte Sports- und Techno-Typen stehen bei den Pariser Schauen im Fokus. Active-Einflüsse kommen über Stoffe wie Stylings: Bomber-Kragen (Kris van Assche), vertapte Zipper (Kenzo), Westenfakes (Ami). Für cleane, ungefütterte Coats aus trockenem Cotton, federleichtem Nylon oder kompaktem Neopren.