Die Kenzo-Story. Eine Erfolgsstory. Ganz schnell: Ein etwas angestaubtes Label holt sich junge Designer ins Haus. Die sind sehr jung und trauen sich was. Zeigen Tigerköpfe, Eifeltürme und den Markennamen als fettes Logo auf Pullovern und Sweats. Die richtigen Leute tragen es in die Welt und katapultieren Kenzo wieder auf die In-Liste.

Und noch mehr: Der Pulli rückt wieder verstärkt in den Fokus modebewusster Frauen. Bestenfalls boxy oder extrem geräumig, so werden sie zum Kombi-Partner von schmalen Bleistiftröcken und Schlauchkleidern, die bis Mitte Wade reichen. Eine neue, coole Silhouette, die im nächsten Herbst/Winter sicher als Alternative zu Röhren plus langes Oberteil an Raum gewinnen wird.

So schauen auch wir während der Schauen genauer hin: Gibt es interessante Teile, Pullover, die das Potenzial haben, ein richtiges Must-have zu werden? Was kommt nach dem Kenzo-Tiger? Die ersten Defilees in New York zumindest liefern bereits ein paar gute Idee: So ist der Long-Pulli mit Leo-Dessin in Rot von DKNY ein auffälliges Teil, das seine Fans finden wird. Ebenfalls bei DKNY: Ideen aus dem Motorsport, umgesetzt auf geräumige, glatte Pullover und Sweatshirts. Dezenter und zeitloser kommen die voluminösen Pullis, mal glatt, mal mit gesteppter Partie, von Alexander Wang daher. Ebenso die schmalen Rollis bei Victoria Beckham. Diese wirken im Colorblock wie Ski-Pullis und versprühen eine verträgliche Prise Retro.

Stepp ist in diesem Zusammenhang ohnehin unabdingbar. Wattierungen wabern seit Saisons wieder durch die junge Modewelt. Jetzt wertet feiner Rautenstepp auch erwachsene Teile auf. Oft als Patch auf Brust oder Ärmeln. Oder allover auf Cropped-Sweats. Das sind die neuen Pulli-Storys. Bisher. Der Schauenmarathon geht ja erst noch richtig los.