Laura Larbalestier
, Selfridges, London: Für mich ist die bahnbrechendste Kollektion von Dries van Noten. Ich finde, er ist heute der einzige Designer, der sich jede Saison neu erfindet, aber immer seine Kernkundschaft im Auge behält. Ich fand den Einsatz von Fotodrucken für Frühjahr so modern. Das hat dem Thema Druck das gewisse Etwas verliehen.



Ilse Cornelissens, Graanmarkt 13, Antwerpen: Céline. Ich liebe den minimalistischen Style von Céline. Weniger ist mehr! In Céline sieht eine Frau sehr stylish aus.

Felix Zirkler, Zalando: Bei den Damen begeistern uns die Kollektionen von René Lèzard und Gerard Darell. Sie überzeugen durch schlichte Eleganz und Minimalistik, ohne unweiblich zu wirken. Ein hohes Potenzial sehen wir bei Tara Jarmon, by Malene Birger, See by Chloe und Carling, die damenhafte und sophisticated Elemente verbinden, ohne altbacken zu sein. Marken wie Deby Debo und Bel Air kommen mit Etuikleidern im Preppy-Look. Nach wie vor skandinavisch minimalistisch angehaucht mit Elementen des Preppy-Styles überzeugen uns Whyred und Selected Femme mit ihrer neuen Ausrichtung. In der HAKA 2012 sind wir begeistert von YMC, die den Heritage-Trend weiterentwickelt haben, indem sie Workwear-Elemente mit smartem Tailoring kombinieren. Großes Potenzial sehen wir auch weiterhin bei Scotch & Soda und Suit – hochmodische Kollektionen mit genügend, für Online so wichtiger Plakativität und guten Preispunkten. Neu im Premiumbereich führen wir 2012 Gant Rugger – Preppy ohne alt zu wirken. Eine der schönsten Kollektionen für die HAKA bringt Levis Made & Crafted, die sich in der vergangenen Saison stark weiterentwickelt haben und erstklassige Qualitäten verbunden mit handwerklichen Details liefern. Den Brit-Look für eine junge Klientel zu guten Preisen liefern Lyle& Scott und Ben Sherman.

Marion Heinrich, München: Wir denken dass Tom Ford richtungsweisend nicht nur für das nächste Jahr, sondern auch in der Zukunft einer der einflussreichsten Designer sein wird. Die Kollektion hat eine eigene und unverkennbare Handschrift. Die Aussage ist klar und unmissverständlich, sexy, feminin und selbstbewusst. The Row hat eine Marktlücke geschlossen und schlichte Basics auf ein neues Level gehoben. Die beiden Olsen-Schwestern verstehen es aufs Beste mit klaren Silhouetten, klassischen Schnitten und Qualität umzugehen. Die Kollektion ist frisch, jung und „easy to wear“. Genau was die beiden It- Girls für sich selbst wollten. Isabel Marrant wird auch dieses Jahr wieder Akzente im Modezirkus setzten. Wie schon in der letzten Saison hat die Designerin ein gutes Gespür für den Zeitgeist gezeigt. Ihre Kollektion ist unkonventionell, hält sich nicht an gängige Modetrends, sondern setzt gezielt auf Individualismus und einen lässigen urbanen Look. Alaia ist und bleibt einer der ganz Großen. Nicht dass er es nötig hat, Trends zu setzen. Er macht das, was er immer schon am besten konnte: eine Frau schön. Und das ist und bleibt richtungsweisend für alle Designer.