Die Männerschauen für Herbst/Winter 2018/19 in London, Paris und Mailand sind gelaufen. Aufmerksamkeit verdienen aber nicht nur die neuen Kollektionen, sondern auch die Inszenierungen der Shows. Ob in einem mystischen Kloster, das auch aus der Kult-Serie Game of Thrones stammen könnte, oder kitschig-schrill auf einem Grashügel – die Kreativen haben sich wieder einmal einiges einfallen lassen. Damit die Show im Gedächtnis bleibt und die Mode den würdigen Rahmen bekommt. Das sind die Top 5:

Fendi, Mailand



Gepäck-Fließband, Anzeigetafeln und eine Zollstation – was Passagiere normalerweise erwarten, wenn sie einen Flughafen betreten, war diesmal Teil einer Fashion Show. Fendi zeigte in Mailand Mode für den modernen Vielflieger und verwandelte den Laufsteg kurzerhand in eine Ankunftshalle. Nebenbei auch das ideale Setting, um die Kooperations-Kollektion mit dem ebenfalls zu LVMH gehörenden Kofferhersteller Rimowa zu präsentieren.

GCDS, Mailand



Dass sich Designer Giuliano Calza für die Kreation seiner neuesten Herbst/Winter-Kollektion von Märchen inspirieren ließ, wird in Anbetracht der Show von GCDS deutlich spürbar. Im Teatro Manzoni schlüpften die Models aus einem rosafarbenen Zelt auf einem Kunststoff-Grashügel und liefen zu Musik aus „Dornröschen“ und „Dumbo“ einen pinkfarbenen Weg entlang. Passend zur Disney-Kollaboration des Labels.

Ami Alexandre Mattiussi, Paris



Über den Dächern der Stadt befanden sich die Models aus der Inszenierung von Alexandre Mattiussi und seinem Label Ami. Statt eines normalen Catwalks fanden Besucher der Show ein Häuserdeck vor, aus dessen Dachluke das erste Model stieg. Zu Beginn der Show spielte er zusammen mit einem weiblichen Model die Geschichte eines Liebespaars nach, das nach einem geeigneten Fluchtweg aus dem Gebäude sucht. Damit hat Mattiussi erstmals auch Mode für Frauen auf dem Catwalk gezeigt. Bisher lag sein Fokus auf Menswear, für das Luxuswarenhaus Le Bon Marché hatte er vergangenes Jahr mit einer kleinen Womenswear-Kapsel sein Damenmode-Debüt.

Hermès, Paris



Die Präsentation der Kollektion von Hermès sollte alle Game of Thrones-Fans innerlich aufjubeln lassen. Im Stil einer der zurzeit wohl beliebtesten Serien inszenierte das französische Label die Show in einem alten Kloster. Der Laufsteg im Innenhof wurde von opulenten Fackeln umsäumt, die zeitweise kleine Aschestücke in Richtung Publikum sprühten und für eine mystische Atmosphäre sorgten.

Prada, Mailand



Zum ersten Mal seit Jahren fand eine Modenschau von Prada nicht wie gewohnt im Headquarter des Labels, sondern in einer neuen Location statt. In einem alten Lagerhaus schlängelte sich der Laufsteg zwischen hoch aufragenden Regalen entlang. Befüllt mit Kartons oder Kanistern auf denen verschiedene Prada-Motive zu sehen waren. In der Kollektion verzichtet Miuccia Prada für Herbst 2018 jedoch darauf, sich an den Streetwear-Zug zu hängen. Stattdessen ist sie ins Archiv gestiegen und hat den Nylon-Stoff, der in den 90er Jahren extrem populär war, wieder hervorgeholt. Und das für vier Outfits in Kooperation mit Größen aus Architektur und Design: Ronan und Erwan Bouroullec, Konstantin Grcic, Herzog & de Meuron sowie Rem Koolhaas. Auf dem Catwalk sind die Kooperations-Looks an den gelben Bucket-Hats der Models zu erkennen.

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