Karl-Oskar Olsen ist Kreativchef von WoodWood, er hat das Label vor 15 Jahren mitgegründet. Im Gespräch mit der TW gewährt er Einblick ins Innerste der Marke, verrrät welche Rolle Streetwear und Skater spielen und warum heute jeder versucht Urbanwear zu machen.
Schon 15 Jahre dabei und kein bisschen angestaubt. Dem dänischen Label WoodWood ist gelungen, was nur wenigen vergönnt ist: sich im Contemporary Fashion-Business zu etablieren, ohne an Strahlkraft einzubüßen.

Laut Olsen nicht immer einfach, oft auch eine Zwickmühle: „Es ist natürlich eine Sache, sich und seinen Werten, seiner Designphilosophie gegenüber treu zu bleiben. Und auf der anderen Seite das Unternehmen wachsen zu lassen. Denn je größer man im Vertrieb wird, umso weniger kann man einfach noch tun, was man selbst möchte. Erfolg verpflichtet. Wir versuchen all den Werten, mit denen wir gestartet sind, eben unserer DNA  treu zu bleiben.”

Die DNA eines Labels ist eine komplexe Sache. Für WoodWood darf der Streetstyle auf keinen Fall zu kurz kommen. „Streetstyle ist wirklich in unseren Herzen verankert”, betont der Kreativchef. „Und wenn man auf der Straße überleben will, muss man permanent Grenzen überschreiten. Das ist es, was wir versuchen.”

WoodWood


Neben den originären Streetwear-Playern versuchen sich inzwischen sowohl Luxus-Brands als auch die Mainstream-Labels an dieser Ästhetik. Für Olsen gibt es dafür eine Erklärung: „Ich denke, es gibt eine neue Generation an Designern, die jetzt auch in den großen Häusern im Chefsessel sitzt, wie ein Kim Jones (Artistic Director Men Ready to Wear bei Louis Vuitton, Anm. d. Red.) in London. Er ist wahrscheinlich das beste Beispiel. Er kommt aus der Streetkultur, seine Kollektionen spiegeln einen großen Streetstyle-Einfluss wider, und inzwischen ist er einer der einflussreichsten HAKA-Designer der Welt. Er und seine ganze Generation hat viele Türen geöffnet. Die Menschen finden es inzwischen okay, eine gewisse Streetwear-Attitüde an den Tag zu legen. Das gehört heute einfach dazu. Es ist inzwischen die normale Art und Weise, in der wir uns kleiden. Die neue Generation spielt da eine große Rolle. Sie reflektiert in den großen Häusern mehr den je, was die Menschen auf der Straße tragen. Das ist einfach ein erfolgreicher Look.”

WoodWood


Wenn Olsen zurückblickt in die Anfangstage seiner Kollektion, gibt es auch Styles, von denen er hofft, dass sie nie ein Revival erleben werden: „All diese bedruckten Hoodies mit den verrückten Mustern und diesen Comic-Figuren-Prints – das war damals wirklich ein Look der Zeit. Ich hoffe, das kommt nicht wieder.”

Lesen Sie das ausführliche Interview mit Karl-Oskar Olsen in der kommenden TW21. Ab Mittwoch, 24. Mai um 18 Uhr im iTunes-Store sowie am Donnerstag, 25. Mai in der gedruckten Ausgabe der TextilWirtschaft.

Die Design-Sprache von WoodWood: Frühjahr 2017



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