Oscar Jacobson nimmt Deutschland ins Visier. Das schwedische Label hat sich den Einkäufern während Pitti Uomo in Florenz vorgestellt. Auch auf der Messe Panorama in Berlin hat man Gespräche geführt und den Einkäufern den smarten Style zwischen Formal- und Casualwear nähergebracht.

Die Vorzeichen sehen gut aus, hat die Führungsspitze doch eine Erfolgsgeschichte im Gepäck. Die Macher kommen von Tiger of Sweden, haben das Label aus der Nische geholt und zu einem etablierten Player der Menswear gemacht. Auch die ehemalige deutsche Vertriebsagentur Tigers kümmert sich nun um das Wachstum von Oscar. Personalien, die eine klare Sprache sprechen. Eine Offensive aus dem Norden kündigt sich an. Ex-Tiger of Sweden CEO David Thunmarker, jetzt neuer CEO bei Oscar Jacobson, über seine Ziele auf dem hiesigen Markt.

TextilWirtschaft: Herr Thunmarker, passt der Style von Oscar Jacobson in die Sortimente des deutschen Marktes?
David Thunmarker: Ich war im Juni in Deutschland auf Roadshow und muss sagen, dass die Einkäufer sehr mutig sind. Wir wollten eigentlich nur unsere Marke und unsere Looks vorstellen und hatten prompt fünf Neukunden – ohne große Budgetplanung und zu einem recht unüblichen Zeitpunkt. Der Handel sucht nach frischen Labels und das ist ein Vorteil in Deutschland. Dort können wir frisch starten. Wir haben derzeit erst 15 Kunden, unter anderem Konen in München, wo wir uns auf 40m² mit unserem Shop zeigen und bekommen gutes Feedback.

Das schwedische Menswear-Label Oscar Jacobson startet neu auf dem deutschen Markt.
Oscar Jacobson
Das schwedische Menswear-Label Oscar Jacobson startet neu auf dem deutschen Markt.


In welche Lücke wollen Sie stoßen?
Anzug, Mantel und Outerwear machen 70% des Umsatzes aus. Das sind unsere Säulen. Den Anzug verkaufen wir zu 90% zwischen 399 Euro, unserem Preiseinstieg, und 599 Euro. Da wäre zum einen der Wettbewerb um Hugo und Tiger of Sweden, eine jüngere, progressive Menswear. Zum anderen sind wir aber auch die Brücke zu Premium-Labels und italienischen Labels wie Boglioli und Tagliatore. Aber auch der Boss-Mann ist unser Kunde. Hier sehen wir großes Wachstumspotenzial. Oscar steht dabei nicht für Trend, sonder Timeless Style. Wir machen kein kurzes Bolero-Jacket.

Mit wem wollen Sie wachsen?
Mit denen, die unsere komplette Idee gut transportieren können. Wir dürfen uns nichts vormachen, wir sind in Deutschland noch recht unbekannt. Über gut gemachte Shops bekommen wir Sichtbarkeit und erhöhen damit auch unsere Markenbekanntheit. Das schaffen wir vor allem mit Platzhirschen und großen Department Stores. Das sind Kunden, die wir gezielt ansprechen, um step by step zu wachsen. Wir wollen nichts überstürzen und setzen auf ein Wachstum, das nicht nur dem Umsatz, sondern auch der Marke gut tut.

Den ausführlichen Bericht zur neuen Strategie von CEO David Thunmarker für Oscar Jacobson lesen Sie ab Mittwoch, 11. April, 18 Uhr, in der TextilWirtschaft auf dem Smartphone oder Tablet für Android sowie iOS und ab Donnerstag, 12. April, in der gedruckten Ausgabe.
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