Weniger Schauen. Aber nicht unbedingt weniger Inspiration. Die Mailänder Menswear-Woche hatte mit einem etwas ausgedünnten Kalender zu kämpfen. Nichtsdestotrotz wurden auf den Catwalks, in Showrooms und bei Präsentationen starke Signale für die Menswear gesendet.

Auftakt der Fashion-Week

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Streetwear ist ein starker Trend – Fanschals bei Versace und exzessiv geschmückte Hoodies und Track-Styles bei Dolce&Gabbana sind da nur zwei Beispiele – , aber bei weitem nicht der einzige. Und schon gar nicht der neueste. Auffällig ist eine neue Welle an Western-Inspirationen. Diesel Black Gold zeigt es dunkel über ethnische Muster mit viel Schwarz und Weiß, DSquared schmückt Shirts mit geschwungener Passe reichlich, ergänzt Nieten und Schmucksteine, schreckt auch vor der Kombination Karohemd und Seidenshirt nicht zurück.

Fashion-Week

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Menswear-Week Mailand


Apropos Karo. Als weitere starke Welle erweisen sich britische Anleihen. Unterschiedlichste Checks stellt Marni zusammen, Versace und MSGM experimentieren mit Blackwatch-Mustern. Bei MSGM, die in der Mailänder Universität zeigten, kommt im Styling ein Schuss Streetwear-Preppytum hinzu. Mit Hoodies und Techno-Coats, aber auch wieder Cardigans und Campus-Sweats. Nach Florenz zeigt auch Mailand klare Stoff-Aufsteiger: Dicker Strick zum Beispiel. Vor allem mit fetten Zöpfen wie bei Neil Barrett oder grafischen Elementen wie bei Ermenegildo Zegna. Apropos Zegna. Alessandro Sartori zeigte auch den zweiten Stoff-Aufsteiger stark: Cord. Teils als unscharf geschnittenen Blazer oder Anzug. Ein frischer Gegenpol zu Streetstyle und Co.
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