Auch wenn sie Stunden bei um die 2°C vor der H&M-Filiale auf der Frankfurter Zeil ausharren mussten, sind sie sich einig: Für ein Teil von Isabel hat es sich gelohnt. Alles eine Sache der Vorbereitung, meint Franci Nowel Camino, die ausgerüstet mit Wärmflasche und Thermoskanne ganze 3 Stunden auf den Einlass gewartet hat. Doch was haben die Kundinnen letztendlich gekauft? Wie gefällt ihnen die Kollektion und wie bewerten sie die Qualität?

Sophie Hennig, 23, Studentin, und Christoph Leyenberger, 24:
„Die Teile sind an sich sehr cool, vor allem die Mäntel gefallen uns gut. Die Sweats für die Männer sind ein bisschen komisch geschnitten, die sehen wir eher an Hipstern. Schade, dass die Flächen für Männer- und Kindermode nicht genauso abgesperrt waren wie für die Damenmode, teilweise wurden uns hier sogar Sachen aus den Händen gerissen. Aber die Organisation ist im Ganzen echt super. Hoffentlich ist der schwarz-weiße Wollmantel noch da, wenn wir um 10 Uhr zu den Damen dürfen!“

Eveline Zundl, 27, Bauzeichnerin und Nicole Zelezny, 22, Studentin:
„Wir sind heute morgen um 3 Uhr aufgestanden, seit halb 6 stehen wir an. Aber so haben wir auch bekommen was wir wollten. Naja, nicht ganz – die Pailletten-Leggings war uns dann doch zu teuer. Es ist immer noch H&M-Qualität, ähnlich wie die der H&M Trend-Linie. Dafür sind die Sachen dann teilweise echt zu hochpreisig. Anprobiert haben wir nichts, wir haben einfach schnell zugegriffen und sofort gekauft.“

C
laudia, 43, Kommunikationskauffrau, und Sven Weniger, 45, Laborant:
„Sven musste heute als Wellenbrecher mitkommen. Aber gebracht hat das leider nicht so viel, der Bereich für die Damenmode war einfach zu klein. Draußen ging es noch gesittet zu, aber drinnen ging es dann drunter und drüber. Die Preise sind ganz okay, aber natürlich zahlt man hier den Namen – das ist ja bei allen H&M-Kooperationen so.“

Franci Nowel Camino, 20, Studentin: „Für mich ist es das erste Mal, dass ich mich zum Start einer H&M-Kooperation wage. Ich wusste nicht genau, was mich erwartet, deshalb bin ich schon seit halb 5 hier. Und trotzdem war ich nicht die Erste in der Schlange. Mit Wärmflasche, Tee und Decke war ich aber eigentlich ganz gut vorbereitet auf die Wartezeit und ich habe das Teil ergattern können, auf das ich schon spare seit ich von der Kollektion das erste Mal in der Vogue gelesen habe. Ich fand die Designs von Isabel Marant schon immer toll und freue mich, dass ich mir jetzt auch mal ein Teil leisten konnte. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, aber jetzt gehe ich schlafen.“

Franziska Krieck, 38, Fotografin und Yvonne Faust, 34, Art Director:
„Wir haben uns auf den Kollektions-Start mit einer ausführlichen Einkaufsliste unserer Lieblingsteile vorbereitet. Isabel Marant hat auf jeden Fall die bisher tragbarste Kollektion für H&M geschaffen. Auch wenn wir mit dem ersten Slot auf die Fläche durften – die Sachen waren unglaublich schnell weg! Wir haben irgendwann gar nicht mehr auf die Preise geschaut, sondern einfach nur noch die Teile gegriffen. Die Accessoires, die wir gekauft haben, haben wir noch nicht einmal vorher angesehen. Die Männer- und Kindermode hätte auch so organisiert sein sollen wie die Damenmode, dass man hier direkt freien Zutritt hatte, hat für Chaos gesorgt.“

Tatjana Hintz, 23, Studentin: „Ich finde die Kollektion von Isabel Marant total schön. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, auch die Preise sind okay. Bei der H&M-Kooperation mit Jimmy Choo damals fand ich die Schuhe total überteuert und die Qualität war schlecht. Ich habe mir die Lederstiefeletten und eine Strickjacke aus der Kindermode-Kollektion geholt, bei der Damenmode war nicht mehr so viel übrig. Ich kenne die Designerin schon lange, von der Kooperation habe ich über diverse Blogs und Instagram erfahren.“

Romina Smith, 30, Marketing Manager:
„Ich war erst um 6:50 Uhr da und damit definitiv zu spät. Mir gefällt die Kollektion von Isabel Marant sehr gut. Ich habe schon mehrere Teile von ihr und finde die Qualität von der H&M-Kollektion vergleichbar zu den anderen Stücken in meinem Schrank. Deshalb sind die Preise auch echt gerechtfertigt. Ich werde nun noch versuchen, die Jacke für 299€ im Online-Shop zu bekommen, aber mit meinem Smartphone komme ich gerade nicht rein, die Seite ist total überlastet.“