Zum Frühjahr kommt der Spaß zurück. Die Mode wird bunter und detailreicher, mit Stickereien, Material-Mix und kräftigen ausdrucksvollen Farben. Auch die Schnitte werden experimenteller: lange Trompetenärmel, weite Volants, voluminöse Raffungen und verspielte Flechtungen sind jetzt in vielen Kollektionen zu sehen. Wie kommen Dekoration und Farbe bei den Kundinnen an? Welche Trends in der Mode fallen auf und welche gefallen? Der Reality-Check.

Alexandra (22), Psychologie-Studentin: Gerade bin ich auf der Suche nach neuer Kleidung. In Bezug auf Trends fallen mir nur sehr weite und lange Teile auf. Schrille Farben und aufgesetzte Stickereien nehme ich gar nicht so wahr. Das könnte daran liegen, dass trendige Themen immer erst sehr spät bei mir ankommen. Da ich schlichte Schnitte und erdige Farben bevorzuge, versuche ich knallige Kleidung zu vermeiden. Gewissen Typen stehen helle Farben und Stickereien bestimmt, das scheint mir aber nicht sehr alltagstauglich zu sein und ist bestimmt schnell wieder weg.“

Sahra (19), Marktforscherin: „Mir fallen gerade sehr stark Trends wie Bomberjacken, kaputte Jeans und Choker-Ketten an jungen Mädchen auf. Trends wirken für mich immer etwas beklemmend – alle sehen gleich aus, keiner mehr individuell. Mir gefällt es sehr gut, dass wieder etwas mehr Farbe angeboten wird. Für bunte ausgefallene Sachen bin ich zu begeistern. Leider zieh ich mich selbst dann doch immer wieder eher gedeckt und sportlich an. Meinen eigenen Geschmack vertreten Geschäfte wie H&M, Bershka oder Adidas.“

Leonie (21), Studentin:Dass es etwas bunter wird fällt mir schon auf. In den Stores und auch auf Instagram sehe ich viel Pink. Nur diese weiten etwas kürzeren Hosen finde ich schrecklich. Allgemein gibt es viele weite Hosen für Frauen, was ich gar nicht mag. Zu bunte Farben meide ich auch meist. Lieber erdige Töne, grau und schwarz in Kombination mit pastelligem Rosa, das geht. Spezielle Trends verfolge ich eigentlich weniger. Ich bin eher ein Mix aus Basic und Fashion. Zara deckt da alle Kategorien ganz gut ab.“

Jasmin (24), tätig in der Immobilienbranche: „Momentan sehe ich viele weite Ärmel und Hosen und finde das auch richtig gut. Das hat viel von den 80er Jahren gerade. Lässige Schnitte, sportlich und trotzdem sehr elegant. Bunte Patches mag ich sogar auch sehr gerne. Ich gehe mit Trends mit und finde diesen stilistischen Bruch für diesen Frühling angenehm schön. Würde mich also schon eher als Fashionista bezeichnen. Am besten komme ich, was trendige Teile angeht, bei COS oder Zara klar.“

Edna (39):Ich nehme immer noch am stärksten die maskuline Welle wahr. Weite Kleidung in Grau und Schwarz. Rüschen und lange blumige Kleider habe ich jetzt allerdings auch wieder in den Läden gesehen. Am besten gefallen mir Culottes mit coolen Sneakers. Das sieht man ja zurzeit sehr viel. Für mich bevorzuge ich eher legere alltagstaugliche Kleidung, aber trotzdem modern. Trends verfolge ich nur, wenn sie mir gefallen. Acne trifft da meiner Meinung nach ganz gut den Zeitgeist. Zwar traue ich mich nicht mit meiner Kleidung zu experimentieren, ich freue mich aber immer, wenn andere etwas bei ihrem Look wagen.“

Kathi (16), Schülerin: „Blumen, pinke Pullis und Choker sind bei uns in der Schule gerade sehr angesagt. Alle tragen das mit zerissenen Jeans und weißen Sneakers. Diese dicken kurzen Winterjacken sieht man jetzt auch viel. Es gibt schon einige interessante Sachen, aber manchmal ist mir das doch etwas zu viel. Sehr schrille Farben und Aufdrucke mag ich eher nicht so. Mir gefällt an Trends nicht, dass dann jeder damit rum läuft. Vor allem in der Schule. Am besten ist Urban Outfitters, um sich modisch anzuziehen. Wenn ich Kleidung suche, dann gehe ich   meist nach der Optik. Der Preis oder die Marke sind mir egal.“
Rebecca (28), Bloggerin und Model: „Die 80er und 90er kommen scheinbar wieder. Hoch geschnittene Jeans,  Neonfarben und weite Jacken. Für mich wähle ich aber eher dezente Farben um elegant zu wirken. Zwar folge ich nicht jedem modischen Trend, dennoch versuche ich mich damit auseinander zu setzen, um meinem Beruf als Blogger und Model gerecht zu werden. Durch Social Media bemerke ich, dass in der Mode zurzeit viele Statements gesetzt werden.“

Doro (25), Studentin interkulturelle Kommunikation: Was ich viel wahrnehme sind weite Jeansjacken und High-Waist-Hosen. Irgendwie ein bisschen wie in den 90ern. Patches und weite Ärmel mag ich auch gerne. Vor allem in Kombination mit Mom-Jeans und Sneakers wirkt das sehr lässig. Grundsätzlich folge ich Trends nicht auf Anhieb. Mir ist alles immer etwas zu extrem und schnelllebig. Cool finde ich momentan die Tendenz zu Second-Hand, was ich auch gern trage. Ich denke ich bin zwar schon modebewusst, aber eher im schlichten Sinne.“

Gina (16), Schülerin: „Irgendwie schon sehr cool, dass es jetzt so viele Blumen und Rüschen an der Kleidung gibt. Das sieht super schön aus. Trotzdem bemerke ich immer wieder, dass alle Kleidungsstücke einfach zu kurz sind. Zu kurze und zu enge Oberteile, gerade bei Bershka. Das können dann wieder nur die dünnen Mädchen tragen. Deshalb bleibe ich bei schlichter Kleidung mit dunklen natürlichen Farben, das trägt nicht so auf.“

Christine (21), Mode-Studentin: „Da ich in der Branche arbeite, lege ich viel Wert auf aktuelle Trendentwicklungen. Volantärmel und Pantoletten fallen mir gleich als Beispiele fürs kommende Frühjahr ein. Dennoch sehe ich immer noch eher maskuline hochgeschlossene Kleidung im Fokus. Damit kann ich mich auch weiterhin am besten identifizieren. Androgyn, aber mit femininen Details. Ein Mix aus Trend und Basic würde ich sagen. Bei meiner eignen Kleiderwahl achte ich eher nicht so sehr auf den Trend, sondern nur darauf, dass es mir gefällt. Möller und Schaar in Frankfurt bietet für mich meist das beste Sortiment.“

Sibel (17), Schülerin:Diese großen bunten Blumendrucke finde ich super. Meine Schwester kauft ganz viel von diesen Stickereien an Hosen und Pullis. Für meine Figur finde ich es aber etwas unpassend. Fühle mich nicht so wohl damit. Schlanke große Frauen können das ideal tragen, aber bei rundlichen Figuren trägt das total auf. Deshalb wähle ich für mich eher unauffällige Kleidung die trotzdem ein bisschen den Trends folgt. Auf Instagram hole ich mir immer viele Ideen.“

Mehr Kundenumfragen
Kunden

Das denken die Kunden über H&M

H&M
Kunden

Reality Check: Das suchen die Kunden fürs Frühjahr

Cambio