Die Besucher der Fashion Week in Berlin haben es vorgemacht: Ob Statement-Ketten mit großen Steinen zu schlichten Shirts und lässigen Sweats oder Freundschaftsarmbänder en masse. Gewebt, mit Strassapplikationen oder mit Nieten verziert. Das sind die Trends der Stunde. Sind sie alltagstauglich? Kommerziell? Welche Accessoires-Trends sprechen die Kundinnen darüber hinaus an? Der Reality-Check.

Lusanna Wambach (21), Auszubildende: „Statement-Ketten im leichten Vintage-Stil oder in schlichtem Design aus Leder und Silber sind meine Favoriten derzeit. Mir ist wichtig, dass der Schmuck besonders aussieht, aber nicht zu sehr in Richtung Mainstream geht. Die meisten Dinge finde ich bei Urban Outfitters oder Cos. Ich bin auch bereit dafür, ab und zu bis zu 50 Euro auszugeben. Die Freundschaftsarmbänder sprechen mich eher weniger an. Das wirkt kindisch bei mir und passt nicht zu meinem restlichen Look."

Nina Müller (13), Schülerin: „Am liebsten kaufe ich in letzter Zeit verschiedene Armbänder und kombiniere sie dann. Hauptsache bunt! Primark, H&M und Claire’s haben immer schöne Dinge zu günstigeren Preisen, die ich mir auch von meinem Taschengeld leisten kann. Dass alles nicht so teuer ist, finde ich besonders gut, weil ich mir nicht sicher bin, ob die Freundschaftsarmbänder im Winter noch genauso in sind!"

Menelaou Theodora (37), Marktforscherin: „Ich habe bisher noch keine Statement-Ketten gekauft, obwohl ich sie an anderen ganz schön finde. Mir persönlich sind die meisten Modelle zu bunt, und ich bin mir nicht sicher, ob diese Ketten nächstes Jahr noch so angesagt sind. Die Freundschaftsarmbänder kann ich komplett vergessen. Ich finde, dass das bei mir doch etwas komisch aussehen würde. Da bleibe ich lieber bei meinen silbernen Bettel-Armbändern von Thomas Sabo oder meinen schlichten Ohrsteckern von Bijou Brigitte. Die sind schlicht, und ich kann sie zu fast allem tragen." nicht."

Agnieszka Petelak (34), Make-up Artist: „Große, breite Ketten und Freundschaftsarmbänder sind für mich die größten Trends diesen Sommer. Die habe ich größtenteils bei Zara und H&M gekauft. Überladen wirkt man mit solchen Ketten oder Armbändern nur, wenn das restliche Outfit auch ausgefallen ist. Wie man den Schmuck am besten kombiniert, schaue ich mir meist im Internet auf Modeblogs an."

Anna Kaiser (23), Studentin: „Der Statement-Ketten-Trend und diese vielen Freundschaftsarmbänder sind überhaupt nichts für mich. Mir ist das alles zu bunt und zu auffällig, genauso wie die Seidenschals, die sich manche im Sommer um den Hals binden. Da bleibe ich lieber bei meinen Amreifen aus Holz, Gold oder Silber, die ich am liebsten bei Urban Outfitters und manchmal auch bei H&M finde. Hauptsache es ist nicht zu bunt."

Marthi Makengo (16), Schülerin: „Ich finde Statement-Ketten zwar sehr schön, aber gleichzeitig auch schwierig zu tragen. In der Schule sieht man damit schnell überladen aus. Ich kaufe lieber mehrere Freundschaftsarmbänder und trage sie dann zusammen. Die finde ich meist bei Primark oder H&M. Ich denke, dass ich mir solche Armbänder auch noch kaufen werde. Schwer zu finden sind sie ja zurzeit nicht."

Jessica Vella (15), Schülerin: „Ich kaufe in letzter Zeit gerne die bunten Freundschaftsarmbänder. Vor allem die mit Nieten und Strasssteinen finde ich super. Man kann sie immer tragen und sie stören nicht im Alltag. Ketten habe ich fast gar keine, und Statement-Ketten finde ich überhaupt nicht schön."

Umfrage: Anna Theresa Winkler

Aufmacherfoto: Song of Style