Wenn eines für die Achtziger steht, dann ist es die betonte Schulter. Und alles dreht sich um die Materialien: Hochglanzleder, Leo-Ausbrenner, Moonwashed-Denim, Lamé und Spitze. Doch was halten Kundinnen von dem plakativen Trend? Wie groß darf die Portion Eighties im Outfit sein? Der Reality-Check.

Lisa (25), Kosmetikerin aus Frankfurt: „Viel zu bunt! Als Party-Outfit sicher cool, aber auch nur in abgeschwächter Form. Mit schlichten Basics könnte ich mir eine Kombination aber vorstellen. Das muss man natürlich tragen können und wollen – ich will es eher weniger. Sicher findet man Teile zu dem Style bei Urban Outfitters. Auf Flohmärkten oder in Vintage-Läden gibt es vielleicht sogar Original-Stücke. Samt finde ich ganz cool, aber eher in gedeckten Farben wie Dunkelrot oder Dunkelgrün. Accessoires die ein wenig glitzern und glänzen sind auch super, ein ganzes Oberteil muss es aber für mich nicht sein!“

Sonja (28), Medizinische Angestellte aus Frankfurt: „Eighties Glam ist sehr feminin. Schulterpolster sind aber überhaupt nicht mein Fall. Die Betonung der Schulter ist mir auch schon aufgefallen, irgendwie muss das nicht sein. Bei vielen sieht es einfach seltsam aus. Wenn ein Teil etwas glitzert ist das für mich ok, aber die glänzenden Teile sind schon wieder too much.“

Sabine (42), Rechtsanwaltsfachangestellte aus Frankfurt: „Ich liebe auffällige Farben und Muster, deshalb gefällt mir das Eighties-Thema. Ich mag den Look, es bringt Farbe in den Kleiderschrank. Leo ist sowieso absolut mein Ding. Tragbar wird so gut wie alles, wenn man nicht übertreibt. Animal-Print würde ich sogar ins Büro tragen, zum Beispiel ein auffälliges Oberteil. Kombiniert mit schwarzen Basics ist das toll. Etwas Mut muss man aber schon haben. Für solche modischen Themen finde ich immer Teile bei Zara.“

Larissa (24), Studentin und Barfrau aus Mainz: „Eighties Glam gefällt mir nicht so gut. Schnitte, Muster und Stoffe sind cool. Grelle Farbkombis allerdings nicht. Moon-Waschungen hätte man besser schon in den 80ern verboten. Toll finde ich an dem Thema den New Wave Chic der mitschwingt. Androgyn-glamouröse Looks à la David Bowie sind fantastisch. Oft finden sich schöne Accessoires zum Eighties-Thema. Ich würde auch Metallic-Elemente nutzen und Samt gefällt mir. Leo-Print und riesige Creolen sind am Abend cool. Generell gibt der Trend viele Kombinationsmöglichkeiten her. Aber bitte nicht nur grelle Neonfarben. Abgeschwächt ist der Look absolut alltagstauglich. Einzelne Teile kann man gut tragen. Leo und Schulterpolster müssen gut kombiniert werden, ohne lächerlich oder billig zu wirken. Man braucht schon etwas Gespür und Geschmack. Partytauglich ist das Thema auf jeden Fall. Ich würde bei Asos und in Vintage-Läden danach suchen. Oder in Mamas Keller. Für einen Alltagslook würde ich in der New Wave Schiene bleiben. Vorbild wäre definitiv David Bowie. Softer geht das Ganze natürlich auch als Metallic-Shirt mit Skinny Jeans.“

Laura (18), Raumausstatterin aus Frankfurt: „Viel zu bunt und zu laut! Ich mag es lieber schlicht. Nur Samt finde ich schön. Aber ich würde eher Accessoires aus diesem Material tragen wollen. Es muss sicher ganz gekonnt umgesetzt werden. Das überlasse ich dann lieber echten Fashionistas, ich sehe mich nicht in diesen Teilen. Kleidung muss für mich vor allem noch praktisch sein, das sehe ich bei dem Style nicht.“

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