Riesige Taschen, Zipper- und Gürtel-Details. Voluminöse Schnitte und Silhouetten. Sand, Khaki, Camouflage. In Tarnfarben auffallen, mit diesem Trend kein Problem. Designer wie J.W. Anderson, Balenciaga, Sacai und Isabel Marant ließen in der aktuellen Schauenrunde ihre Models in Looks laufen, die mal mehr, mal weniger an die Uniformen von Soldaten erinnerten. Kernige Baumwoll-Styles mit Stand treffen auf leichte Nylons. Doch was halten die Kunden davon? Wie viel Potenzial hat das Thema für die nächste Saison?

Lisa (25), Kosmetikerin aus Frankfurt (links): „Ich kann dem Thema Modern Utility nur sehr wenig abgewinnen. Die Farben sind schön, mit den ganzen aufgesetzten Taschen und Gürteln, Zippern und Bändeln finde ich es viel zu überladen. Die Formen schmeicheln absolut nicht der Figur. Umsetzen würde ich es nur mit einer Bomberjacke. Dann aber auch keine total dick gefütterte, sondern eher eine leichte. Army-Style ist cool und lässig, sollte aber nicht nach 100 Prozent Armee aussehen. Nach solchen Teilen suchen würde ich zum Beispiel bei Urban Outfitters oder Zara.“

Larissa (24), Studentin aus Mainz: „Der Style gefällt mir total gut. Ich liebe derbe Stoffe und Oversize-Schnitte. Sie sind absolut praktisch und modisch. Durch die Farben sind die Teile toll zu kombinieren. Allerdings muss man aufpassen – durch die vielen aufgesetzten Taschen und die sehr weiten Schnitte wirken die Pieces auf mich altbacken. Das sollte nicht das Ziel sein. Ich würde den Utility-Style mit langen, schweren Mänteln oder Jacken umsetzen. Die Schnitte eignen sich für viele Kleidergrößen und Figuren und kaschieren sicher auch manchmal ganz gut. Ich würde in Secondhand- oder Vintage-Shops nach solchenTeilen suchen. Außerdem bei Asos-Marketplace, Urban Outfitters und Depop. Der Stil kommt gut durch coole Kombis zur Geltung. Ich würde trotzdem darauf achten, mehr Weiblichkeit in den Look zu bringen. Einen Zweireiher-Mantel in Camel stelle ich mir toll zu einem dunklen Kleid mit Chelsea-Boots vor.“

Nora (21), Studentin aus Frankfurt: „Modern Utility finde ich total cool. Die Farben gefallen mir besonders gut. Als lässigen Streetstyle kann man solche Teile definitiv tragen. Das Thema ist auch nicht nur etwas für richtige Fashion-Victims. Da ist schon für jedermann etwas dabei. Wie immer passen natürlich nicht alle Styles zu jedem Menschen, aber es könnte gut funktionieren. Ich würde bei Zara und Urban Outfitters nach Teilen suchen, die zu den Themen passen. Da der Style sehr auffällig und markant ist, würde ich den Rest des Outfits eher schlicht halten um dem einen It-Piece genug Raum zu geben.“

Jacqueline & Annika (17), Schülerinnen aus Frankfurt: „Den Style Modern Utlity finden wir zu plakativ. Die Farben sind sehr schön für den Herbst. Als Army-Jacke zum Beispiel kann man den Look für sich selbst etwas abgeschwächter umsetzen, als lässigen Streetstyle. Man muss absolut wissen, wie man die Teile kombiniert. Alltagstauglich ist es eher weniger. Fündig wird man sicher bei Asos, Urban Outfitters, Zara oder Mango.“

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