Sie sind der Zucker auf den Sortimenten, das Bonbon an der Kasse, aber auch ein wichtiger Umsatzbringer: Accessoires. Wer Kunden überraschen will, braucht auch im Geschäft rund um Schuhe, Taschen und Schmuck stetig neue Themen, neue Looks, neue Namen. Mit diesen Kollektionen kommt frischer Wind in eingestaubte Sortimente. Zehn Labels to watch:

Kim & Zozi. Farbenfroh und kunterbunt – so sind sie, die Armbänder der beiden Freundinnen und Geschäftspartnerinnen Kim und Zozi. Die Geschichte begann mit Freundschaftsbändchen, die sich die beiden knüpften. Schnell wurde daraus ein Geschäft, weil sie so häufig auf ihre bunten Schmücker angesprochen wurden. Stoffbänder, Perlen und versilberte oder vergoldete Metall-Elemente sind die Zutaten für die Armbänder in verschiedenen Breiten. Ein wenig Hippie-Feeling immer inklusive. Schließlich kommt Kim & Zozi aus L.A. EK-Preise variieren zwischen 28 und 45 Euro. Vertrieb: Agentur Toepfer, Düsseldorf.

Another Bag. Wie der Name schon sagt, ist "Another Bag" eine neue Taschenkollektion, die eine Alternative zu den starken, breit im Markt vertretenen Labels sein will. Dabei geht es um ein kompaktes Programm mit rund einem Dutzend Modellen von der Clutch bis zum Weekender. Mal mit Nietendekor, mal ohne, mal mit verdeckten Nieten in verschiedenen Farben. VK-Preise liegen zwischen 200 und 300 Euro. Geplant sind zwei Kollektionen im Jahr. Hinter Another Bag stehen erfahrene Leder-Produzenten aus Wien. Der Vertrieb läuft über Marion Hoferer Conects& Cares, München.

Early. An den frühen Vogel hat die Frankfurter Designerin Valerie Sietzy gedacht, als sie 2011 erstmals Taschen aus Vintage-Leder designte. Cleane, zeitlose Silhouetten prägen die Taschen, Portemonnaies und Hipbags, die mit Premiummaterialen wie hochwertig polierten Reißverschlüssen und feinstem Leder aufwarten. Die Stücke sind zurückhaltend gestaltet. Doch gerade deshalb haben sie Lieblingsteil-Potenzial. In der Eco Edition wird nur in Deutschland produziertes, natürlich gegerbtes Leder verwendet. Alle Stücke werden in deutschen Traditionsmanufakturen gefertigt und verfolgen damit den Early-Leitfaden: „Die Perfektion der einfachen Dinge zu erkennen.“ Die EK Preise beginnen bei 14,50 Euro für eine Mini-Pouch. Die Hipbag liegt bei 124,50 Euro. Der Vertrieb läuft über das Label selbst.

Toy Watch. Michelle Obama soll sie genauso gerne tragen wie Madonna, Oprah Winfrey und Michael Jordan: die Toy Watch. Das 2006 gegründete Label, um das es in der letzten Zeit etwas ruhig geworden war, kehrt mit Vehemenz zurück und zeigt sich neuerdings inspiriert von der Webkunst mexikanischer und südamerikanischer Völker. Was die „Maya Collection“ausmacht, ist ein handgeflochtenes Armband, das unterschiedliche Tragemöglichkeiten erlaubt. Erhältlich ist die Uhr mit weißem oder champagnerfarbenem Ziffernblatt, das Armband in vier Farben, die auf mexikanische Fresken und Keramiken Bezug nehmen. Das Gehäuse aus 40mm Stahl beherbergt ein wasserdichtes Uhrwerk. Um 145 Euro VK. Vertrieb neu über Sylvie Wenzing, Düsseldorf.

Tila March. In Paris ist die Kollektion bereits eine Instanz für Kenner. Die Macherin arbeitete jahrelang als Moderedakteurin bevor sie ihr eigenes Label lancierte. Mit einem innovativen Verschluss in Form einer Büroklammer, begeisterte sie 2006 Einkäufer, Presse und Promis – ihr Durchbruch. Mittlerweile gibt es auch Schuhe unter dem Namen Tila March. Minimalismus, graphische Formen und Origami spielen vor allem für Taschen immer eine Rolle. Für Schuhe lässt sich Tamara Taichman von den 70er Jahren inspirieren. So stehen tubeartige Schäfte, Block- und Keilabsätze im Fokus. Alles wird in Brasilien gefertigt. Die Einkaufspreise liegen bei 100 Euro für Schuhe, bei 130 Euro für Taschen. Der Vertrieb läuft über die Modeagentur Monica Stahr, München.

Maria Black Jewellery. Das Label steht für filigrane Ringe, genauso wie für Earcuffs und Armbänder. Die gelernte Goldschmiedin Maria Black will mit ihrer 2010 lancierten Linie eine Nische füllen mit anspruchsvollem Modeschmuck, der nicht billig aussieht, aber auch nicht zu teuer ist. Viele ihrer Stücke werden in Echtsilber gefertigt und dann vergoldet oder oxidiert. Typisch für ihren Look sind viele Ringe, die spielerisch mal oben, mal unten an vielen Fingern kombiniert werden. Der Look ist immer ein wenig rockig. Zwei Mal pro Jahr legt die in London lebende Dänin eine neue Kollektion auf. Ab diesem Sommer gibt es erstmals eine hochwertige Capsule-Linie in Echtgold, teils mit Brillanten. Preise starten um 50 Euro im VK.

Zanellato. Wandelbarkeit beweist die „Postina“ aus der italienischen Lederschmiede Zanellato. Ein Taschenmodell, vier verschiedene Größen, zig Farben und Leder. „Postina“ ist „made in Italy“ und bewegt sich in einer attraktiven Preislage ab 180 Euro EK aufwärts. Entstanden ist die lässige Statement-Tasche mit Lock-Verschluss in den 90ern, als Franco Zanellato jene Tasche wiederbeleben wollte, wie sie in den 50ern „il postino“, der Briefträger, getragen hat.

Good Works. Sich schmücken und dabei Gutes tun. Das geht mit den Unisex-Wickelarmbändern von Good Works. Das Label aus Los Angeles verspricht, mit 25% seiner Nettoverkaufserlöse bedürftige Menschen über Charity-Projekte zu unterstützen. Passend zu der guten Mission des Labels sind auf den Lederarmbändern, die sich jeweils fünf Mal ums Handgelenk wickeln lassen, etwa Messages wie „hope“, „dream“, „strength", „be adorable“, „be unique“ oder „be happy“ zu finden. Ein Teil der Modelle, die es in den unterschiedlichsten Farben gibt, sind außerdem mit Strass-Steinchen, Nieten oder Charms geschmückt. Im EK liegen sie bei 11 bis 16,50 Euro. Das Label gibt es seit etwa zweieinhalb Jahren, hierzulande gehören Conleys und Impressionen zum Kundenstamm. Vertrieb: Stand by, München.

Ananda. Wer die Wahl hat, hat die Qual: Zur Kollektion des aus Chicago stammenden Modeschmuck-Labels Ananda gehören alleine 500 verschiedene Wickelarmbänder, die mal kleine Süßwasserperlen, mal strassbesetzte Skulls, mal silber- und goldfarbene Kügelchen mitbringen. Ebenfalls Teil der hauptsächlich auf die weibliche Klientel abzielenden Kollektion sind rund 200 Ketten und Colliers, meist opulent besetzt mit Halbedelsteinen, und nochmal genauso viele Ohrringe. Die Wickelarmbänder, „Wraps“, liegen im EK zwischen 16 und 20 Euro, Ketten zwischen 45 und 60 Euro. Ananda kommt mit zwei Kollektionen im Jahr, produziert wird in Bangkok. Vertrieb über Stand by, München. Geliefert wird in der Regel innerhalb von maximal sechs Wochen.

Lonnet. Strickmützen trägt ja mittlerweile jeder, der meint, cool zu sein. Jetzt gibt es eine Alternative für alle, die es etwas individueller mögen: Leder-Beanies. Ob matt oder glänzend, aus Nappa oder Velours, Snake oder perforiert – die Mützen von Lonnet gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. Für Frauen genauso wie für Männer. Der besondere Dreh: Durch eine Raffung auf der Rückseite kann sich die lässige Mütze ganz schnell in einen schicken Turban verwandeln. Der Name Lonnet steht übrigens für die Kurzform des englischen „leather bonnet“, übersetzt soviel wie „Ledermütze“. Jades, Düsseldorf, und Pool, München, gehören zu den ersten deutschen Kunden des brandneuen Labels. Vertrieb: Flipmunich, München. EK-Preise liegen zwischen 35 und 46 Euro.