Berlin markiert für viele Einkäufer den offiziellen Auftakt in die Order. Vom 28.-30. Juni messen sich tausende Labels in der Hauptstadt. Die großen, traditionsreichen Player aller Genres genauso wie Nischenanbieter und Spezialisten.

Auch kleine, frische Labels bringen sich zur neuen Orderrunde in Stellung. Interessante Konzepte drängen auf den Markt. Die Palette an Optionen, Sortimente neu aufzuladen, ist enorm. Das gilt für zeitgemäße Konfektion, moderne Casualwear sowie Accessoires. In der Womenswear und Menswear gleichermaßen. Welche Newcomer haben Drive? Ein Wegweiser, zusammengestellt von der Moderedaktion der TW.

Kestin Hare. Das junge britische Label trägt eine moderne Contemporary-Handschrift und ist auf dem Heimatmarkt nicht nur im Wholesale erfolgreich, sondern expandiert auch mit eigenen Stores. Preisaufbau: Sweater gibt es für 130 Euro im VK, Kurzmäntel für 380 Euro. Zu sehen auf der Selvedge Run.

Sempach. Die Jacken kommen aus Italien, die Inspiration kommt aus der Schweiz. Genauer: von der Schweizer Armee. Das können Details wie besondere Steppungen sein oder auch Armeedecken, die als Futter verabeitet werden. Es gibt je drei Formen für Frauen und Männer, von Hemdjacke bis Parka. Die Farbrange ist klassisch mit Khaki, Marine, Schwarz, Grau. Die VK-Preise liegen bei rund 300 Euro. Zu sehen auf der Seek.

Bombers. Einst entworfen für die US Air Force, zählen Bomberjacken aktuell zu den modischen Key-Pieces. Bombers Original zeigt die Jacken mit Retro-Details, Doppelnähten und gravierten Knöpfen. Die Modelle gibt es für Männer, Frauen und Kinder. Nicht zuletzt aufgrund der attraktiven Preislagen – die VKs reichen von 100 bis 250 Euro – wurden jüngst Kunden wie Breuninger, Wöhrl, Kastner & Öhler gewonnen. Zu sehen auf der Panorama.

Phil&Lui. Individuelle Prints, auffällige Waschungen und Liebe zum Detail machen Phil&Lui aus. Das Casual-Label für Männer und Frauen kommt aus München und wird in Portugal nach GOTS-Richtlinien produziert. Die erste Kollektion mit Fokus auf Shirts und Sweats wurde Anfang 2015 vorgestellt, seither hat das Label rund 70 Kunden in Deutschland gewonnen. Die EKs für Tanktops und Shirts starten bei 23 Euro. Zu sehen auf der Premium.

ATF. Streetwear-Looks, immer einen Tick angezogener. Bei Authentic Textile Fabrics (ATF) wird der Bomber zur verkürzten, schmalen Wollhose kombiniert, die Bermudas kommen mit Bundfalte und Umschlag. Attraktiv sind auch die Preise: Sweater starten im VK bei 80 Euro, T-Shirts bei 45 Euro und Hosen bei 120 Euro. Zu sehen auf der Seek.

OGNX. Die nachhaltige Activewear von Ognx steht ganz unter dem Motto "fromyoga to streetwear". Neben Basics sind auch Key-Pieces wie Overalls, Bomber und Haremshosen erhältlich. Außerdem gibt es eine eigene Kollektion für Männer. Die VK-Preise liegen bei 20 Euro für Tops, 30 Euro für Hosen und 40 Euro für Sweater. Ognx stellt auf der Premium aus.

Hemen. Hemen ist das baskische Wort für „hier“. Eine alte baskische Tradition ins Hier und Jetzt zu transportieren, das ist erklärtes Ziel des französischen Labels aus Biarritz: nämlich den Glauben der baskischen Schäfersfrauen, ihre Männer mit der richtigen Unterwäsche vor den ungestümen Naturgewalten schützen zu können. „Wir lieben Kleidung und wir lieben schöne Dinge“, sagen die Macher von Hemen. „Aber wir haben einen Horror vor Verschwendung.“ Die VK-Preise für Slips und Boxer, Tanktops und Tees, Henleys und Longjohns reichen von 30 Euro bis 100 Euro. Zu sehen auf der Selvedge Run.

Maska ist schwedisch und heißt Masche. Die Designs des nachhaltig orientierten Strick-Labels sind minimalistisch und androgyn. Pastelltöne wie Jade, Rosa und Hellblau treffen auf Grau, Schwarz und Weiß. In Deutschland findet man die Kollektion unter anderem bei Möon in Berlin und Glore in München. Zu sehen ist Maska im Greenshowroom in Berlin.

Silk Sisters ist ein ganz neues Projekt in Sachen Bluse, einem der Aufsteigerprodukte seit Saisons. Dabei geht es um lässige, entspannte Blusen und Kleider, von clean bis feminin. Verarbeitet werden zwei Qualitäten: Seidenstretch und Baumwollstretch. So gibt es minimalistische Hemdblusen mit neuen Kragenvarianten und Details wie verkürzten Ärmeln genauso wie verspieltere Seidenblusen mit Raffungen. Viele Modelle werden als Bluse wie als Kleid gleichermaßen aufgelegt. Die VK-Preise liegen zwischen 129 und 199 Euro. Die Kollektion wird neu über die Agentur Modeist, München, angeboten und ist zu sehen auf der Premium.

Studio Elsien Gringhuis. Geradlinig, chic, minimalistisch. Die Looks von Studio Elsien Gringhuis sind geprägt von cleanen Designs. Klare Schnitte werden durch innovative Details ergänzt. Das niederländische Label setzt in seinen Kollektionen vor allem auf Nachhaltigkeit. Produziert wird in den Niederlanden, Abfälle werden auf ein Minimum reduziert, die Materialien sind GOTS-zertifiziert. Verkauft wird Studio Elsien Gringhuis bei Moon in Berlin, Re:Coco in Köln sowie Glore in München und Stuttgart. Die VK-Preise reichen von 19 Euro für Jute-Beutel bis hin zu 749 Euro für Jacken, liegen im Schwerpunkt zwischen 170 und 350 Euro. Zu sehen ist das Label im Greenshowroom.