Premium, Bread&Butter – und jetzt auch noch Panorama. Die Messelandschaft wächst, das Zeitfenster für die viel zitierte Trüffelsuche schrumpft. Die TW ist auf allen Messen und allen Schauplätzen unterwegs, um die interessantesten Labels und News aufzuspüren. Auch auf den kleineren Veranstaltungen wie Capsule und Seek. Gerade die Seek hat sich als Plattform für modisch progressive Kollektionen rund um Stutterheim und Soulland etabliert. Als Fundgrube für interessante Newcomer:

Yarden. Sie sind Accessoires-Designer, Illustratoren, Grafiker und Gutmenschen. Celina und Daniel. Jetzt haben sie ihre erste eigene Kollektion lanciert. Yarden, der Name eine Mischung aus Yard und Garden, die Kollektion ebenso. Im Fokus des Menswear-Labels stehen Hemden und Sweats aus organischer Baumwolle und Bambus. Urbane Siebdrucke, Lederpaspeln und Ethno-Handstickereien verleihen ihnen den Signature-Look. Alles wird in Indien gesourced und produziert unter fairen Bedingungen, wie die beiden Designer betonen. Die EK-Preise liegen bei 79 bis 105 Euro für Hemden, Shirts und Sweats kosten 27 bzw. 37 Euro. Im Sommer sollen Hosen die Kollektion ergänzen.

PB 0110
. Philipp Bree macht sein eigenes Ding. Der Sprössling aus der Familie des Lederwarenspezialisten Bree lanciert zum Sommer sein eigenes Label. Aber den Taschen bleibt er treu: PB 0110 ist eine Accessoires-Kollektion aus feinstem pflanzlich gegerbten Naturleder und robustem Leinen. Ganz geradlinig, ganz abgeräumt. Pure, ultraflache, feste Tote-Bags neben kantigen, geräumigen Weekendern. Für die erste Kollektion hat sich Philipp Bree die Designerin und Künstlerin Ayzit Bostan sowie Christine Ahrens aus London zur Seite geholt. Ohnehin will Philipp Bree immer wieder mit interessanten Designern kooperieren. Produziert wird in Europa. Die Taschen kosten im EK 140 bis 430 Euro. Der Vertrieb läuft über das Label selbst.

Mes Dames. Eine Hommage an starke Frauen. Jede Saison wird eine Femme Fatale zur Muse der Kollektion aus Schweden. Zum Herbst ist es Christine Granville, eine Geheimagentin im Zweiten Weltkrieg. Eine elegante und starke Spionin mit Sanduhrsilhouette. Der Look der Kollektion: eine Kombination aus nordisch clean und französisch weich. Boxy Tweed-Jackets mit abzippbaren Ärmeln, glänzende Overalls aus Velours, Samt und Seide (EK ab 115 Euro), feste Tops aus Leder (EK 115 Euro).

Ebbets Field Flannels. Baseball ist nicht unbedingt eine der beliebtesten Sportarten in Deutschland, dafür sind aber Baseball-Caps hierzulande absolut angesagt. Es schlägt die Stunde von Ebbets Field Flannels. Das US-Label macht seit den 70er Jahren nichts anderes als originalgetreue Caps und Baseballjacken. Seit zwei Saisons vertreibt das Label nun auch in Deutschland. Die Caps, jede Saison gibt es etwa 20 Styles, kosten im EK rund 30 Euro. Die Jacken 250 Euro.