Der Countdown läuft. Noch eine Woche bis zum Start der Berliner Modewoche. Das Programm ist voll wie eigentlich immer. Premium, Panorama, Seek, Bright und zum letzten Mal Bread&Butter in alter Form, um nur einige Veranstaltungen zu nennen. Neu ist Selvedge Run mit 50 Heritage- und Denim-Labels für Männer. Daneben gibt es wieder zahlreiche Schauenveranstaltungen und Events. Genaue Planung im Vorfeld ist deshalb wichtig bei der Suche nach neuen, unverbrauchten Namen. Die TW-Redaktion hat sich im Vorfeld auf die Suche gemacht und eine Reihe (noch) unbekannter Labels zusammengestellt, bei denen sich ein Besuch lohnen könnte. Auf der Premium, auf der Seek, auf der Ethical Fashion Show.

Superjeans of Sweden. Hier ist der Name Programm. Die Schweden machen ja nicht erst seit Nudie, Cheap Monday und Dr Denim in Sachen Jeans von sich reden. Mit Superjeans of Sweden kommt nun ein weiteres Denimlabel dazu. Dabei geht es um einen cleanen skandinavischen Look mit viel Liebe zu ausgearbeiteten Details. Seine Inspirationen holt sich Macher Bo Bech-Nielsen, der seit über 20 Jahren im Denim-Business tätig ist, von alten Vintage-Klassikern. Dabei wird die Kollektion, die 2012 lanciert wurde, ausschließlich in Europa gefertigt. Superjeans gibt es für Männer und Frauen. Die VK-Preise liegen zwischen 150 und 180 Euro. Der Vertrieb läuft über die Agentur Stand by, Celine Klauser, München. Premium Exhibitions

Zanerobe. Das australische Label bietet richtig gute Jogger-Pants und -Shorts für Männer. In Blogs gehypt, gab es die Kollektion bislang nicht in Deutschland. Das ändert sich in dieser Saison: Die Agentur SASA Trend agiert als Importeur, P4 in Düsseldorf kümmert sich um den Vertrieb – und ist mit den Teilen auf der Seek in Berlin vertreten. Neue Nahtführungen und Waschungen machen die Bottoms interessant, Shirts, Hemden, Sneaker und Sweats runden das Angebot ab. Zanerobe gibt es seit 2002, weltweit werden rund 300 Kunden bedient, darunter Namen wie Kitson, American Rag, Atrium, Ron Hermann. EKs liegen bei 40 Euro für Hosen, T-Shirts kosten 15, Jacken bis 60 Euro. Seek

Human Scales. 2007 von Mikko Kämäräinen und Peter Ferber gegründet. Ihre Motivation: „Etwas Neues und Originelles für unseren eigenen Laden in Stockholm zu machen.“ Mittlerweile wird die Kollektion in Schweden in rund 60 Läden verkauft. Bisher steht die Menswear-Kollektion vor allem für Lederjacken und Schuhe, Shirts und Jerseyteile nehmen jedoch einen immer größeren Part der Kollektion ein. Die EK-Preise beginnen bei rund 30 Euro für Shirts und Jerseys, Schuhe kosten zwischen 60 und 400 Euro, Lederjacken etwa 130 bis 440 Euro im EK. Die Kollektion startet jetzt in Deutschland, vertrieben wird Human Scales von Press Factory, Berlin. Seek

Avigail Adam. Eigentlich ist Avigail Adam Archäologin. Ihr Geld verdient sie aber als Schmuckdesignerin. Passt nicht? Doch. Denn dass ihre Inspiration die Mode, die Kultur und Architektur der antiken Welt ist, zeigt sich in jedem ihrer Schmuckstücke. Ihren Haarschmuck der besonderen Art zieren Blätter und Zweige, Blüten und Federn – Assoziationen mit Kronen, Diademen und Lorbeerkränzen sind erwünscht. Jedes Teil ist handgefertigt und vergoldet. Die EKs beginnen bei 36,90 Euro und reichen bis 99 Euro in der Spitze. Erhältlich sind die Kreationen der israelisch-amerikanischen Designerin bisher in Paris, London, Madrid, New York, Los Angeles, Tel Aviv und Moskau. Den Vertrieb in Deutschland macht Flip Distribution, München. Premium Exhibitions

Sara Roka. Sara Roka liebt Männerhemden. Kaum ein anderes Kleidungsstück sei so vielseitig und wandelbar. Mit ihrer eigenen Linie hat sich die Designerin der Herausforderung angenommen, aus dem Männerhemd ein feminines und modernes Must-have zu machen. Das Besondere: Die Schärpen, mit denen die Hemdblusen-Kleider gebunden werden, können in verschiedenen Farben und Materialien dazu bestellt werden. Produziert wird die Kollektion in Italien. Geführt wird sie in Deutschland bei etwa 20 Kunden, außerdem bei Häusern wie Biffi, Luisa Via Roma und Isetan. Die Preise für Blusen liegen zwischen 80 und 110 Euro, Hemdblusen-Kleidern kosten im Schnitt 138 Euro. Vertrieben wird die Kollektion über Monica Stahr, München. Premium Exhibitions

Lovjoi. Wer ökologisch korrekte Bekleidung sucht, hat mittlerweile viele Alternativen. Wer aber auch auf „Made in Germany“ Wert legt, muss sich schon anstrengen. Lovjoi ist ein neuer Name in diesem Bereich. Gründerin Verena Paul, die schon als Biosupermarkt-Betreiberin und grüne Stadträtin das Thema Nachhaltigkeit auf der Agenda hatte, startete vor einem Jahr mit ihrem Label. Lovjoi verwendet ausschließlich Stoffe aus kontrolliert biologischem Anbau und bezieht sie so regional wie möglich. In der Näherei beschäftigt sie unter anderem Asylbewerber aus Syrien. Und wie sieht Lovjoi aus? Schlicht, gradlinig, aber nicht langweilig: Crop Shirts (VK 29 Euro), Tubeskirts (39 Euro), lässige Sweats (89 Euro) und asymetrische Shirts (45 Euro). Für Sie und Ihn. Ethical Fashion Show

Prismsport. Gut möglich, dass der Laufschuh erst der Anfang ist. Und dass auch Laufbekleidung in Mode kommt – im wahrsten Sinne des Wortes. In Amerika ist dieser Trend schon angekommen, stylishe Active- und Leisurewear ist da ein riesiges Thema. Auch die Macherinnen des New Yorker Labels Prismsport waren gelangweit von der sonst eher tristen Activewear und brachten eine Kollektion auf den Markt, die vor allem eines ist: auffällig. Mit knalligen Farben und markanten Drucken – seien es Batik-, Blumen- oder Ethno-Prints. Flip Distribution, München, bringt die Kollektion jetzt auf den deutschen Markt. Leggings und Track-Pants kosten 34 bis 39 Euro im EK, Crop- und Tank-Tops 24 bis 27 Euro. Premium Exhibitions