Neue Denims, außergewöhnlicher Schmuck und Basics mit Twist – ein Sortiment ist nie so perfekt, dass es nicht immer mal wieder solche Highlights gebrauchen könnte. Nächste Woche startet die Fashion Week in Berlin. Auch wenn in diesem Jahr vieles anders sein wird, so gibt es immer noch die Möglichkeit, neue Labels zu entdecken. Bei diesen Ausstellern lohnt sich ein Besuch:

Anine Bing.
2012 startete Anine Bing ihr eigenes nach ihr benanntes Modelabel. Der Look ist ein Mix aus skandinavischem Minimalismus mit kalifornischer Lässigkeit. Lederbikerjacken in allen Varianten sind ein Key-Item. Dazu kommen lässige oversized-Shirts, verspielte Boho-Blusen und Kleidchen, coole Boots und Denims. Seit einer Saison wird die Kollektion hierzulande von der Dortmunder Agentur The Style Manifest vertrieben. Zu den ersten Kunden gehören Linette, Hamburg und Slips, München. Das Besondere an Anine Bing: Geliefert wird kurzfristig innerhalb von zwei Wochen. Und es kann jederzeit nachbestellt werden. Im VK kosten die Jeans um 160 Euro, Shirts um 100 Euro, Strick um 200 Euro und Lederjacken 880 Euro.

Charli London.
Das Label steht für das, was viele im Moment suchen: coole, tragbare Basics mit Twist. Dabei stehen Jerseys und Strick mit Details wie Drapés, Wickel-Optiken und Raffungen im Fokus. Die Linie ist als reines Jersey-Programm für die eigenen Läden in London entstanden. Inzwischen hat sich Charli zur Komplettkollektion entwickelt – immer verständlich und tragbar im Look. Wichtige Qualitäten zum Herbst sind Micromodal, sandwashed Seide, Woll-Doubleface, reiner Kaschmir und Merino. Strukturen setzen ebenso Akzente wie Colorblocks, hohe Schlitze und zarte Shirts im Mix mit dickem Strick. Charli bietet zwei Kollektionen pro Jahr. Die EK-Preise liegen zwischen 13 und 75 Euro. In Deutschland wird die Kollektion neu über die Agentur Buhrs 3.0, Offenbach, eingeführt.

Des petits hauts.
Alles beginnt nahe der Bastille in Paris. Die Schwestern Katja und Vanessa Sanchez eröffnen einen kleinen Laden, wo sie ihre eigenen Kreationen verkaufen. Daraus entwickelt sich bald eine stimmige Kollektion namens „Des petits hauts“, was übersetzt „kleine Oberteile“ heißt. Die Handschrift ist jung, unkonventionell und sehr feminin. Neben Blusen und Pullis gibt es auch Hosen, Röcke und Schals, die mit liebevollen Details wie kleinen Broschen verziert sind. Die VK-Preise reichen von 39 Euro für Shirts bis zu 299 Euro für Mäntel bei einer Kalkulation von 2,8. Den Vertrieb hierzulande hat die Hinterhofagentur in München übernommen. Zu den ersten Kunden gehören Mohrmann in München, Schnitzler in Münster und Breuninger in Düsseldorf und Stuttgart.

Five Units
. 2008 wurde das Jeanslabel in Kopenhagen gegründet. In Dänemark hat das Label, bei dem es klar um modische Denims geht, fast schon Kultstatus erreicht. Das könnte zum einen an der Preisrange liegen, die mit EKs von 35 bis 45 Euro durchaus attraktiv ist. Zum anderen an den vielfältigen Qualitäten und Silhouetten. Die Bandbreite reicht von clean bis ultra Vintage, von Skinny bis Boyfriend, von Shorts bis Pencilskirt. High Waist-Styles stellen den Hauptpart. 15 Modelle in verschiedenen Finishes sind permanent ab Lager lieferbar. In Deutschland gehören Classico, Hamburg, und Donna, Hannover, zu den ersten Kunden. Der Vertrieb in Deutschland läuft über die Agenturen Kappler, München, Baessler, Düsseldorf.

Juniper Rose
ist die kleine und etwas günstigere Schwester des Londoner Labels Pyrus. Erst 2013 hat das Designerpaar Ash und Lorraine Johnson Juniper Rose gegründet. Dabei geht es um lässige Essentials für den Kleiderschrank mit einem Twist. Der Look der Tops, Blusen, Kleider oder Strickjacken ist jung, entspannt, aber nie zu übertrieben. EK-Preislagen liegen zwischen 19 und 40 Euro. In Deutschland wird die Kollektion neu über die Agentur Buhrs 3.0, Offenbach, eingeführt.

Maison Ullens
. Das Label steht für Luxus-Casualwear auf höchstem Niveau. Die Kollektion von Günderin Myriam Ullens, die ursprünglich aus Belgien kommt, inzwischen aber in Paris lebt und arbeitet, setzt auf anspruchvollste Materialien und Verarbeitung made in Italy. Dabei dreht sich alles um Kaschmir, Leder und edles Fell. Strick ist zentral in allen Stärken und Teilungen. Auch Doubleface-Qualitäten für edle Konfektion gehören dazu. Dabei ist der Look immer edel, understated und entspannt. Pro Jahr werden zwei Kollektionen gezeigt, die hierzulande neu über die Berliner Agentur Bernd Schürmann vertreten wird. Der Luxus hat seinen Preis mit EKs zwischen 400 und 1500 Euro.

Pyrus.
Pyrus kommt aus London und das prägt auch den Look: Lässige, trendige Schnitte verbinden sich mit ungewöhnlichen Drucken. Für fließende Kleider genauso wie für oversized Trenchcoats. Hinter Pyrus steht das Designerpaar Ash und Lorraine. Sie haben sich während des Modestudiums kennengelernt und die erste Kollektion 2005 aus dem Wohnzimmer ihrer gemeinsamen Wohnung verkauft. Pro Jahr gibt es zwei Kollektionen. EK-Preise liegen zwischen 38 und 159 Euro. Hierzulande wird das Label neu über die Agentur Buhrs 3.0, Offenbach, eingeführt.

Ragdoll LA
. Begonnen hat alles mit schlichten Everyday-T-Shirts. Inzwischen komplettieren Sweats, Track-Pants und Skinny Jeans die Kollektion. „Es geht um coole Basics, ein wenig Vintage- und Rock-Feeling”, erklärt Macherin Lisa Larson, eine gebürtige Schwedin, die mittlerweile in LA lebt, und zuvor als Einkäuferin gearbeitet hat, ihr Konzept. Geliefert wird kurzfristig. Neu eingeführt wird die Kollektion hierzulande über die Dortmunder Agentur The Style Manifest. Shirts kosten im VK um 60, Trackpants um 140 Euro.

Via Masini 80
ist eine neue Hosenkollektion aus Italien. Dahinter steht eine der typischen, traditionellen Produktionsfirmen aus der Nähe von Florenz, die ihr Know-how jetzt in einer eigenen Kollektion präsentieren möchten. Erst vor knapp zwei Jahren lanciert, dreht sich bei Via Masini 80 alles um ausgefallene Stoffe und perfekte Schnitte. Von Seidenstretch und Brokat-Optiken bis zu leichtem Denim reicht die Palette. Pro Jahr werden zwei Kollektionen präsentiert. EK-Preise liegen zwischen 60 und 85 Euro.

Clemmie Watson
- das ist ein Clash aus thailändischen, indianischen, amerikanischen Einflüssen. Es geht um Knochen und Federn, um Ketten und Kreuze, um Leder und Seide, um Gold und Silber. Denn das sind die Materialien, die die gleichnamige Designerin am liebsten für ihre aufwändigen, Schmuckstücke verwendet. Eine weitere Inspiration sind die düsteren Sounds von 80er Bands wie Bauhaus, The Cure und Suicide. Entsprechend zeigen ihre Flecht- und Web-Ketten und Armbänder eine dunkle, rockige Attitüde. Jedes Stück ist ein Unikat. Diese Individualität hat ihren Preis. So gibt es Armbänder um 300 Euro. Aufwändige Ketten können aber auch über 1000 Euro kosten. Die Kollektion wird in Deutschland über die Dortmunder Agentur The Style Agency vertrieben.