Gewonnen hat ein anderer. Wataru Tominaga. Mit seiner farbenfrohen Menswear setzte sich der Japaner gegen über 300 Nachwuchstalente durch und erhielt den Première Vision Grand Prix des renommierten Festival de la Mode et de la Photographie in Hyères. Dennoch: Viel Applaus für ihre Kollektion hat auch Laura Boned bekommen, die es ebenfalls unter die zehn Finalisten geschafft hatte.

Ihre Inspiration: Der Unfall als ästhetische Leitidee. Zwischen Car Crash-Fotografien von Nicolai Howalt und John Chamberlains Skulpturen. Angefangen im Designprozess, wo Laura Boned beim Schneiden und Drapieren Fehler und Überraschungen akzeptiert und integriert. Das Ergebnis: Layer aus Jersey, Georgette-Seide, Musselin und Crêpe de Chine kommen zu einem markanten Plissee zusammen, woraus Kimono-Pullover, Kleid und Top kreiert wurden. Volants und Säume mit offen verarbeiteten Kanten dienen punktuell als Schmuck und formen die ungewöhnlichen Silhouetten.

Der Grand Prix ist einer der wichtigsten Nachwuchspreise der Modewelt. Die Plattform verhalf Designern wie Viktor & Rolf und Henrik Vibskov einst zum Durchbruch.