Es geht um Stil, um Qualität, um Anspruch. Es geht um andere Labels, andere Looks. Es geht um eine informierte Klientel. Sie sind Mitte 30, Anfang 40. Sie sind beruflich engagiert, extrem informiert und modisch versiert. Das Einkommen stimmt. Sie sind permanent unterwegs. Sie saugen den Zeitgeist mit jeder Pore auf. Sie wissen sehr genau, was abgeht in Sachen Mode. Sie sind sozialisiert mit permanent wechselnden Trends und jederzeit verfügbaren schnell adaptierten Designerteilen. Das hat ihr Modeempfinden und ihr Einkaufsverhalten geprägt. Der Anspruch ist gestiegen – an Qualität, an Wertigkeit, an Individualität. Satt von den immer gleichen Looks und Labels, von der Chino- T-Shirt-Blazer-Einheits-Uniform suchen sie Mode abseits vom Mainstream:

Clarissa Labin hat den Schwerpunkt auf aufwändige Strick- und Jersey-Modelle gelegt. Grafische Muster und Formen kommen dabei meist über den Schnitt. Erst im vergangenen Jahr wurde die Kollektion lanciert, deren Teile im VK bei 50 Euro für ein Shirt und 150 Euro für einen schlichten Pulli liegen. Aufwändige Strickjacken können bis zu 400 Euro im VK kosten. Der Vertrieb läuft direkt über das Label in Berlin. www.clarissalabin.com

Thu Thu zeigt in der Kollektion einen Mix zweier Welten – asiatische Einflüsse auf der einen Seite, europäische auf der anderen. So treffen vietnamesische Stickereien auf progressive Formen. Kein Wunder: Designerin Thuy Duong Nguyen ist in Vietnam geboren und in Deutschland aufgewachsen. Die VKs starten bei 189 Euro für Shorts und reichen bis 689 Euro für ein Lederkleid. Vertrieb: Studio Pezzetta, München.

Ba&sh zeigt folkloristisch inspirierte Kleider und Röcke auf der einen Seite, cleane, geradlinig geschnittene Teile auf der anderen. Das Label aus Frankreich setzt auf eine Mischung aus maskuliner Gradlinigkeit und femininer Verspieltheit. Die VKs liegen dabei bei 70 Euro für schlichte Baumwoll-Tops, Jacken gibt es für 200 bis 1000 Euro. Der Vertrieb läuft aktuell über das Unternehmen in Frankreich.

Zadig&Voltaire hat sich „erschwinglichen Luxus“ auf die Fahne geschrieben. Der Look des französischen Labels, das auf dem Heimatmarkt bereits mehrere Stores betreibt, ist rockig mit viel Leder, Cashmere und Shirts. Auch Accessoires sind Teil des Angebots. Shirts kosten ab rund 100 Euro, Jacken liegen bei rund 500 Euro im VK. Der Vertrieb läuft aktuell über den Showroom des Unternehmens in Paris, Ansprechpartnerin ist Wendy Tato.

Rika kommt aus Holland und steht für einen Mix aus Rock’n’Roll und Romantik. Animalprints und Sterne gehören zu den Lieblings-Motiven der Macherin Ulrika Lundgren. VKs starten bei 67 Euro für T-Shirts und enden bei 1200 Euro für einen Weekender. Die Münchner Agentur Studio Pezzetta vertreibt Rika hierzulande.

Band of Outsiders gibt es sowohl für Männer als auch für Frauen – ein Label, das bereits führende Häuser wie Ron Herman in L.A. und Selfridges in London überzeugt hat. Der Stil ist sophisticated. Smart, aber trotzdem lässig. Hemden starten ab 180 Euro im VK und auch die 1000-Euro-Grenze wird überschritten, wenn es um gut gemachte Mäntel geht. Der Vertrieb läuft über Italien.

Coje kommt aus Hamburg, wirkt aber eher französisch als nordisch kühl. Für den femininen Look stehen Spitze, Blumenprints und viele fließende Stoffe. EK-Preise: Los geht’s bei rund 20 Euro für Tanktops, Mäntel können auch mal 200 Euro kosten. Den Vertrieb hat das Unternehmen selbst übernommen.

Bellerose steht für liebevolle Details und gewaschene Stoffe – einen gewissen Vintage-Chic. Die Kollektion aus Belgien gibt es für Frauen, Männer und sogar Kinder. Shirts starten bei 19 Euro im EK, Chinos gibt es für rund 50 Euro. Deutsche Kunden werden von der Agentur Imago in Mailand betreut.

Iro ist rockig mit femininem Touch – dabei immer etwas runtergewaschen und lässig. So gibt es auch mal Blumenmuster auf der Hose und oversized Strick. Oder kuschelig gefütterte Blousons. Die EKs der französischen Kollektion starten bei 20 Euro für Tanktops, Lederjacken starten bei 200 Euro. Der Vertrieb läuft über Mailand, genauer über Imago.

Rag&Bone ist das Aufsteiger-Label aus den USA. Ein cleaner Look, eher tough als zu lieblich. Es gibt sowohl Bekleidung für Frauen als auch für Männer – Accessoires und Schuhe sind ebenfalls im Angebot. Denims gibt es ab rund 130 Euro, Schuhe kosten um die 400 bis 500 Euro, jeweils im VK. www.rag-bone.com

Rabens Saloner zeigt einen ungewöhnlichen Mix aus Hippie-Stil und Rock’n’Roll. Es gibt viele Muster in der Kollektion, aber nie bunt, sondern immer cool übersetzt. Im Einkauf gibt es Kleider ab 80 Euro, Blusen sind ab 50 Euro zu haben. Um Kunden aus Deutschland kümmert sich die Agentur Jooles in München.

Surface to Air kommt aus Paris. Der Look: Ein bisschen schräg, jung, cool, konfektioniert. Vom T-Shirt für 50 Euro bis zur Lederjacke für 1000 Euro im Verkauf. Dabei gibt es aber gerade für die Jungs auch immer Streetwear inspirierte Teile. Vor allem die Printshirts sind beliebt. Deutsche Kunden werden über das Headquarter betreut, Ansprechpartner ist Sameen Ansari.

Sessùn ist hierzulande kein Geheimtipp mehr: Das Label erfreut sich seit Saisons wachsender Beliebtheit. Besonders bezeichnend ist die Farbauswahl, die die Designerin Emma François für ihre Entwürfe wählt. Neben Bekleidung gibt es auch Schuhe und Taschen. Die VKs bewegen sich zwischen 40 und 250 Euro. Philippe Nowotny ist zuständig für den Vertrieb.

Brics ist ein neues Label aus Dänemark, das ganz frisch in diesem Jahr auf den Markt gekommen ist. Die kuscheligen Mäntel und Jacken sind schlicht und clean gehalten. In der aktuellen Kollektion stehen Pastelltöne im Fokus. VKs starten bei 145 Euro für eine Weste, Mäntel kosten 260 Euro. www.brics-store.myshopify.com

Stella Forest kann bereits auf rund 15 Jahre Firmengeschichte zurückblicken. Die Looks der Franzosen: sehr feminin, gerne auch mal etwas geschmückt. Ob mit Perlen am Kragen der Seidenbluse oder Rüschen. Die Preisrange liegt zwischen 25 und 98 Euro im EK. Vertrieb: Intouch Vertriebsagentur, Düsseldorf.

L’Agence gibt es erst knapp zwei Jahre. Das Label aus Los Angeles bietet einen Mix aus französischem Chic und der Lässigkeit aus L.A. Die Preise liegen im Schwerpunkt zwischen 400 und 900 Euro im VK. Wer Interesse hat, kann sich an die Londoner Agentur Rainbowwave wenden.