Man spricht zwar noch nicht von einem neuen It Bag-Hype. Aber das Geschäft mit Taschen nimmt wieder Fahrt auf. Es kann nicht schaden, sich jetzt nach ein paar neuen, frischen Namen umzuschauen.

Almala
Almala
Almala. Dahinter stecken die drei Italienerinnen Alessandra, Maria Vittoria und Laura, die jeweils aus den ersten beiden Buchstaben ihrer Vornamen den Namen Almala gebildet haben. Die Idee: Exklusive, individuelle Taschen für alle, die etwas Ausgefallenes haben, aber nicht gleich ein halbes Vermögen dafür bezahlen möchten. Die Kollektion umfasst zwölf Modelle, Veloursleder mit Faltenpartien genauso wie Knautschleder mit Nieten. Typisch für die Taschen sind Ringe als Halterungen, von Gold bis Horn, die variabel zu den einzelnen Taschen ausgesucht werden können. Zwölf verschiedene Farbtöne stehen zur Auswahl. Alle Taschen werden in Italien gefertigt und kosten je nach Leder zwischen 115 und 244 Euro (für Python). Jetzt georderte Taschen werden innerhalb von drei bis vier Wochen geliefert. Der Vertrieb in Deutschland läuft über die Düsseldorfer Agentur Mimi Paatzsch, The Agency.

Mara blu
Mara blu
Mara blu. Wer genau hinschaut, wird auf den haarigen Taschen von Mara blu kleine Imperfektionen entdecken. Vielleicht Spuren von Brandeisen oder Pferdebremsen-Bissen. Das liegt daran, dass Mara Riviera, Designerin und Inhaberin des Labels, die Häute frei lebender Rinder aus Südamerika verwendet. Sowie weitere Endprodukte aus der Landwirtschaft – wie Fischhäute. Denn das versteht die gebürtige Holländerin unter Nachhaltigkeit und Slow Fashion. In entsprechend kleinen Stückzahlen werden die Damen-Handtaschen, Schreibordner, iPad-Hüllen und Sitzsäcke in Holland und Belgien gefertigt. Bald sollen zu den derzeit rund 15 Styles weitere Kleinlederwaren wie Geldbörsen dazukommen. Der VK für Taschen liegt zwischen 149 und 229 Euro. Vertrieb im deutschsprachigen Raum über Fessler Fashion Concept, Sindelfingen.

Lassu
Lassu
Lassu. Nicht zwangsläufig muss die Abkürzung „LA“ für die kalifornische Schönheitshochburg Los Angeles stehen. Lassu jedenfalls benutzt „LA“ als geprägtes Logo dezent auf seinen zeitlosen, trotzdem aber modernen Taschen, Kleinlederwaren und Gürteln, die im höherpreisigen Casual-Segment zu Hause sind. Rind- und gewaschene Büffelleder, zum Großteil vegetabil gegerbt, finden für die Produkte Verwendung. Patina und Pull-up-Effekte sind dabei durchaus erwünscht. Herzstück des rund 75-teiligen ersten Sortiments ist eine Serie aus Flecht, bis 379 Euro im VK. Ansonsten liegen die VKs hauptsächlich bei 169 bis 249 Euro. Zentrale Farben für Herbst/Winter 2012 sind Flaschengrün, Ziegelrot, Dunkelblau und Schlammgrau, daneben Schwarz, Braun, Cognac und Natur. Head of Design und Produktmanagement ist Taschen-Designerin Frauke Schäfer, die aus dem Hause Karl Noss Lederwaren GmbH & Co. KG, Wiehl, kommt und bereits für Marken wie René Lezard, Marc O’Polo und S.Oliver kreativ war. Vertrieb: direkt über Lassu, Wiehl.

Tyoulip Sisters
Tyoulip Sisters
Tyoulip Sisters. Nach einem ersten Versuch im Jahre 2006 legt das New Yorker Label Tyoulip Sisters 2011 einen Neustart hin. Und nimmt mit seinen Beuteltaschen aus Büffel- und Kuhleder die modische Frau mittleren Alters ins Visier. Frei wählbare Henkelfarben ermöglichen individuelle Styles, Flechtungen, Patches und Colorblockings – jeweils in gedeckten Naturtönen – nehmen Bezug auf aktuelle Trends. Alle Taschen bringen eine Glücksmünze mit. Fertigen lässt das Label in Indien. Der Vertrieb läuft unter anderem über die Agentur Baessler, Düsseldorf, und die Agentur Kappler, München. VK: 169 bis 299 Euro.

Lili Radu
Lili Radu
Lili Radu. Die Frau von heute liebt es praktisch, aber trotzdem elegant und stylish. Diesem Anspruch will Jungdesignerin Lili Radu mit ihrem 2011 gegründeten Label entsprechen. Und entwirft Ledertaschen, die als edle Accessoires für den Businessalltag funktionieren, aber auch als elegante Abendbegleiter. Das Praktische an den nur in geringen Auflagen in einer Manufaktur in Istanbul aus feinstem Kalbleder von Hand produzierten Modellen: Sie alle bringen eine Tasche in der Tasche mit – für iPhone, Visitenkarten, Lippenstift & Co. Portemonnaies, Schlüsselanhänger, iPad-Hüllen und Handytaschen komplettieren das saisonunabhängig gesteuerte Sortiment rund um Weekender, Laptoptaschen und Clutches. Unter die klassisch-eleganten Farbtöne mischen sich trotzdem regelmäßig Trendfarben, zum Beispiel „Lili’s Iconic Blau“. Der Vertrieb läuft direkt über Lili Radu. VKs: Laptop-Bags kosten 249 Euro, Portemonnaies 179 Euro und Smartphone Cases sowie Lederquasten 49 Euro.