Düsseldorf, Kopenhagen, München. Jetzt wieder zurück in der Zentrale. Vielleicht schon im Urlaub. Wir befinden uns am Ende der Order zum Sommer 2015. Der Großteil der Budgets ist eingeteilt, kleinere Etats zum Agieren und  Manövrieren bleiben offen. Für Labels, die einen Ticken mehr Modernität ins Sortiment bringen. Das sind mögliche Kandidaten:

Rails kommt aus Los Angeles. Und so lässig und entspannt ist auch der Look des Labels. Dabei es geht es im Kern um Karo- und Streifenhemden, bevorzugt in soften, fließenden Qualitäten. Von typischen Schottenkaros bis zu pastelligen Varianten ist eine Riesen-Palette vertreten. In Deutschland wird die Kollektion, die unter Hollywood-Celebrities schon eine große Fangemeinde hat, neu über die Unifa, Düsseldorf, vertrieben. EK-Preise liegen um 59 Euro.

Mayla ist die Verbindung aus zwei Namen: den der Designerin Marlene Abraham und dem Namen ihrer Tochter Kayla. Ergibt Mayla. Das ist der Name des Labels aus Stockholm, das 2010 ursprünglich mit Seidenkleidern und Blusen gestartet ist. Sie bilden auch heute noch den Kern der Kollektion. Natürlich immer mit besonderen Details wie Biesen, Fältelungen oder kleinen Rüschen. Inzwischen bietet Mayla aber auch komplette Looks. Pro Jahr gibt es zwei Kollektionen. Kleider kosten im VK um 200 Euro, aufwendigere Party-Styles können auch mal um 300 Euro kosten.

Juniper Rose ist die kleine und etwas günstigere Schwester des Londoner Labels Pyrus. Erst 2013 hat das Designerpaar Ash und Lorraine Johnson Juniper Rose gegründet. Dabei geht es um lässige Essentials für den Kleiderschrank mit einem Twist. Der Look der Tops, Blusen, Kleider oder Strickjacken ist jung, entspannt, aber nie zu übertrieben. EK-Preise liegen zwischen 19 und 40 Euro. In Deutschland wird die Kollektion neu über die Agentur Buhrs 3.0, Offenbach, eingeführt.

First of August ist ein Kreativunternehmen aus Amsterdam. Dahinter steht Karlijn Boersma, die eigentlich Soziologie studiert hat. Für sie ist Mode nicht einfach nur ein Produkt, sondern Ausdruck und Verbindung der unterschiedlichen Teile unseres Lebens. Ihr Look ist schlicht, klar und klarlinig. Eine Mischung aus Eleganz und Lässigkeit, dabei immer tragbar. Den Mesh-Rolli gibt es da ebenso wie knöchellange cleane Mäntel oder ausgestellte Lack-Röcke. Der minimalistische Look wird durch Taschen in gleicher Stilistik ergänzt. First of August zeigt Styles für Frauen und Männer. Im VK kosten Hemden um 70 Euro, Taschen zwischen 200 und 600 Euro.

Garage Nouveau bietet alles andere als Stücke für den nächsten Garage Sale, sondern Teile, die man auf jeden Fall behalten möchte. Denn das Label aus Italien setzt auf anspruchsvolles Tailoring, das aber kurzfristiger lieferbar ist. So gibt es vier Kollektion im Jahr. Derzeit wird das Programm zur Lieferung im September/Oktober verkauft. Hilfreich ist dabei die jahrelange Produktionserfahrung der Manufaktur aus Norditalien. Der Look ist eine Kreuzung aus Retro-Charme mit Großstadtglamour. Da treffen feminine Spitze und glänzende Jacquards auf bunte Drucke und maskuline Streifen. Die Kollektion wird hierzulande neu über die Agentur Knallgrau, München, vertrieben.

The other Brand ist wirklich eine etwas andere Marke. Dahinter stehen zwei Designer aus London die aber anonym bleiben wollen. Sie arbeiten jede Saison mit einem Kunstwerk als Inspiration, dessen Muster sie dann vielfach als Druck und Dessin variieren. In der Frühjahrskollektion dienen die farbenfrohen Bilder von Bobby Sauvage als Vorlage. Da gibt es Kimonos und Blousons mit entsprechenden Motiven. Dazu kommen schlichte Shirts. Kunst am Körper. In Deutschland wird die Kollektion neu über die Unifa, Düsseldorf, eingeführt.

Mivite. Modisch. Schnell. Bezahlbar. Das ist Mivite, ein trendiges Label der A Tre Srl. aus dem italienischen Nola nahe Neapel. Blousons sind ein großes Thema: Scuba-Blousons haben Pailletten-Ärmel (33,90 Euro EK), andere sind im Patch von Fake-Leder mit Techno-Jersey gearbeitet(30,90 Euro). Wer es noch dekorativer für seine Kundinnen möchte, kann den Spitzenblouson in Gold wählen (35,90). Dazu Chiffonblusen mit einer Goldkette um den Stehkragen oder ein Long-Sweat mit Colourblocking und Strick-Details zu 20 Euro. Alles wird vor Ort genäht, Jeans werden auch dort gewaschen. Ein Großteil der Themen ist ab Lager innerhalb weniger Tage lieferbar. Der Vertrieb läuft über die Agentur Fessler, Sindelfingen.

I suoni. Hier spricht das Material. Ganz pur. In einer konzentrierten Formensprache. Das sind die drei Eckpfeiler, auf denen das Konzept der Schweizer Linie I suoni ruht. Es gibt fünf, sechs Formen, die in Seiden-Crêpe oder elastischem -Satin interpretiert werden: vom geradlinigen, ärmellosen Shirt mit überschnittener Schulter, über Hemdbluse und Blusenshirt bis zum lässigen Langarm-Shirt mit V-Ausschnitt. Die zurückhaltende Aussage wird unterstrichen von den subtilen Farbschattierungen zwischen gebrochenem Weiß, Bleu, Beige und Rosé. Die EKs liegen zwischen 87 und 102 Euro, passende Tops zum Drunterziehen gibt es für 54 Euro. Vertrieb über Showroom Brandtner, München.

Valuni. Als Produzent für namhafte Männermode-Labels wie John Varvatos oder Ted Baker ist die Schuhfirma aus Arrifana in Portugal bekannt. Weniger allerdings hierzulande mit dem eigenen Label Valuni. Das soll sich ändern, denn die Herrenschuh-Linie spielt modern, doch verständlich mit dem reizvollen Kontrast von Klassik zu Casual. So gibt es Edel-Sneaker mit betontem Boden, der mit Leder verbrämt und mit Handstitching sartorial aufgewertet ist. Klassische Derbys wirken neu auf leichten EVA-Böden, andere tarnen sich sogar mit Camouflage-Sohle. Für den Sommer gibt es Cap Toe Derbys im Materialmix von hellem Leder und Canvas. Die Schuhe, die jedem Sortiment einen Ticken mehr Modernität vermitteln, liegen im EK zwischen 40 und 65 Euro und werden hierzulande über Fashionations Trading, Köln, vertrieben.

Pomme d’Or. Schuhe, die in Sacchetto-Machart entstehen, sitzen wie ein Strumpf am Fuß – und gelten daher als unvergleichlich bequem. Aus diesem Grund konzentriert sich die Kollektion aus den italienischen Marken ausschließlich auf Modelle, die in diesem Stil gefertigt werden – mal aus Rind-, mal aus Hirschleder. „Das ist echtes Handwerk“, sagt Agentin Jutta Wilms, Mönchengladbach, die das Label im deutschsprachigen Raum vertritt. Ballerinen sind Kern der zwei Kollektionen, die pro Jahr präsentiert werden, darüber hinaus gibt es Schnürer, Loafer, Stiefeletten, die im EK zwischen 60 und 110 Euro kosten.