Berlin ist vorbei, die Ordertage in Düsseldorf sind größtenteils gelaufen. Die Einkaufsrunde für den kommenden Herbst ist fordernd, vieles steht auf dem Prüfstand, neue Namen werden gesucht. Unverbrauchte Labels mit Potenzial, die die Sortimente auffrischen, die Kunden neugierig machen. Zehn neue Namen aus Düsseldorf.

Cashmere Victim. Cashmere, aber anders – den will Konstanze Maager bieten. Mit ihrer noch jungen Linie Cashmere Victim setzt sie deshalb auf Drucke auf Cashmere und Cashmere-Wollmischungen. Immer ein wenig eigen und ausdrucksstark in den Dessins will sie sein. So treffen Maiglöckchen, Veilchen und exotische Wüstenblumen auf geometrische Muster, oversized Formen auf taillierte Schnitte, Rollkragen auf U-Boot-Ausschnitte. Ergänzend zu den Strickteilen gibt es Seiden-Shirts und -Blusen sowie Sweaties, die ebenfalls mit 15 exklusiven Druck-Dessins bebildert werden. Schwarz/Weiß, Grau- und Blautöne, Purpur und Puder bilden die Farbrange. Kaiser in Freiburg und Abseits in Stuttgart zählen zu den ersten Kunden. Cashmere Victim wird neu über die Agentur 1 collections Vicky Biber&Herwarth Hummel, Düsseldorf, vertrieben.
Fine Edge. Der Name steht für eine neue, coole Story in Cashmere. Denn das Stricklabel, das in den USA designt und in Italien gefertigt wird, inspiriert sich an Streetstyles und Boho-Chic. Immer geht es um lässiges Understatement. Dafür stehen oversized Formen genauso wie ungewöhnliche, eher roughe Details von offenen Säumen und Fransen bis zu Glocken-Ärmeln. Pro Jahr gibt es vier Kollektionen mit monatlichen Lieferterminen. VK-Preise liegen zwischen 380 und 600 Euro. In Deutschland wird die Linie neu über die Brama Group mit Schauräumen in Düsseldorf und München im Markt eingeführt.

Chaser. Hier geht es nicht um Jäger und Gejagte, höchstens um Shirts, die gejagt werden. Denn das kalifornische Label steht für lässige Shirts und Sweats mit verschiedensten Drucken und häufig Destroyed-Effekten. Von Peace-Zeichen über Band-Shirts und David Bowie-Konterfeis, von Ringeln über Wordings bis zu Tigerköpfen reicht die Palette. Tuniken und auch mal ein Blouson oder eine Fake Fur-Jacken runden den entspannt-rockigen L.A.-Style ab. Pro Jahr gibt es fünf Kollektionen. VK-Preise reichen von 79 bis 129 Euro für Shirts und Sweats. Der Vertrieb läuft über CP Fashion, Düsseldorf.

Twenty Tees. Shirts für jede Gelegenheit, Shirts für den Mädelsabend, Shirts für den Sonntagnachmittag auf der Couch, Shirts für die Party, Shirts für den Nachmittag auf dem Spielplatz – all diese Gelegenheiten will die neue Shirtlinie von Iheart-Macherin Alexandra Kiefermann abdecken. Um die Aussage der Hauptlinie Iheart nicht zu verwässern, startet die Düsseldorferin mit einer konzentrierten Shirt-Kollektion. Gezeigt werden rund 40 Styles, im Schwerpunkt Shirts, ergänzt um Sweats. Im Mittelpunkt Baumwoll- und Modal-Qualitäten, alles Made in Portugal. Von Lurex-Detail und Leo-Print bis zu Sternen-Motiv und Ringel. VK-Preise liegen im Schwerpunkt zwischen 39 und 80 Euro bei einer Kalkulation von 2.8. Pro Jahr wird es zwei Kollektionen geben. Twenty Tees ist preislich etwas unterhalb von Iheart positioniert. Der Vertrieb läuft separat von Iheart u.a. über die Agentur Lubasch in Düsseldorf, Modeagentur Weng in München sowie Neumaier Zeeck in Hamburg.

Joone. Im Juni während eines Urlaubs auf Ibiza beschloss Aleks Sekulov, den Schritt zu wagen, ein eigenes Cashmere-Label auf den Markt zu bringen. Sein Name spielt auf diesen Monat an, nur etwas anders geschrieben. Aleks Sekulov, München, will eine exklusive, aber schnörkellose Kollektion schaffen. Bequem, leicht oversized für die Lässigkeit, aber urban. Schick, doch nicht überladen und auf keinen Fall „tussig oder spießig“. Die rund 15 Teile in zehn meist ruhigen Farben bestehen ausschließlich aus mongolischem Cashmere. Pullis (ab EK 105 Euro) bilden dabei das Zentrum, aber es gibt auch Kleider und einen langen Cardigan (500 Euro). Der Vertrieb läuft hierzulande über die Modeagentur Flessa.

Heavenice-Knit. Strick mal abseits von reinem Cashmere – dafür steht Heavenice-Knit.  Das brandneue Label aus Italien setzt auf viele Mischungen, etwa Merino-Cashmere und vor allem auf variantenreiche, spielerische Details. Ob aufgesetzte Ripsbander, kleine Litzen, Fransen oder Lurex-Effekte. Ob Rosenstickerei oder bunter Ringel. Es muss immer etwas dran sein. Hinter der Kollektion steht ein traditioneller Produktionsbetrieb in Italien, der u.a. für Dsquared2 arbeitet. EK-Preise liegen zwischen 59 und 79 Euro. Der Vertrieb läuft über die Modeagentur Dietl, Patricia Dietl, München.

Lafré. Das ist Leidenschaft für Leder. Denn das Label aus Mailand setzt ganz auf Handwerk und traditionelle Verarbeitung in diesem luxuriösen Material. Dabei bilden Leder-Capes, aber auch Jacken und Mäntel den Schwerpunkt. Alles immer aufwendig dekoriert, mit Applikationen, Fransen, Stickereien, Nieten oder Laser-Cut-outs versehen. Produziert wird in Bali. Entsprechend fröhlich ist mitunter das Farbspiel. Die Ledermäntel sind mit original balinesischen Batiktüchern gefüttert. Die Linie wird hierzulande neu über die Münchner Agentur Ventrella eingeführt. EK-Preise liegen bei 200 bis 370 Euro.

Kerry Grima. Leder, die zweite. Dabei steht das Label des gleichnamigen australischen Designers vor allem für Urlaubs- und Sommerfeeling. Softes, zartes Veloursleder wird bei ihm gelasert und gelöchert, gesteppt oder bestickt. Daraus entstehen teils spitzen-ähnliche Lederteile, ob Röcke, Hosen, Mäntel oder Capes. Das ist Leder auf eine andere, mal sehr feminine Weise. Die Linie wird in Deutschland über die Agentur Rosenthal Trading, Düsseldorf, vertrieben.

Zinga. Leder, die dritte. Das Label aus Amsterdam steht für supersofte, hochwertige Lammleder-Qualitäten. Bislang vor allem für seine Stretchleder-Leggings bekannt, bietet das Premium-Label komplette Looks bis hin zu Röcken und Kleidern in Leder. Gezeigt werden sowohl Glatt- als auch Veloursleder. Erstmals kommen zum Herbst auch pflanzlich gegerbte Leder zum Einsatz, was eine besonders nuancenreiche Farbpalette ermöglicht. Neu sind neben Stretchleder-Materialien auch stabile Leder, die u.a. für Loose Fit-Hosen zum Einsatz kommen. EK-Preise variieren zwischen 149 und 349 Euro. Der Vertrieb läuft über Claudia May, Düsseldorf.

Gold Case. Übersetzt goldener Koffer oder im übertragenen Sinne ein Schatzkästchen – so könnte der Name der italienischen Linie fast wörtlich gemeint sein. Denn es geht um detail- und produktverliebte Teile. Mal eine Rüsche, mal ein Volant, mal eine Applikation, mal dezenter Federbesatz. Mal Tüll, mal ein wenig Glitzer. Jedes Outfit zeichnet sich durch eine kleine Besonderheit aus. Dabei geht es um komplette Looks von Kleidern und Blusen bis zu Anzügen und Mänteln. Pro Jahr gibt es zwei Kollektionen. In Deutschland wird Gold Case über die Agentur Rosenthal Trading, Düsseldorf, vertrieben.

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