Order-Zeit ist Entdecker-Zeit. Starke Sortimente brauchen unverbrauchte Impulse. Das gilt für Mainstream- wie für Trend-Flächen. Unbekannte, neue Namen haben das Zeug, Kunden immer wieder zu überraschen, das eigene Profil zu schärfen. Hier ein Fokus auf urbane Styles, die für Streetwear-Attitüde stehen und sich dabei nicht auf eine limitierte Urban-Ästhetik festlegen. Von lässig de luxe bis zu Gamer-Garderobe.

Roqa

Roqa
Sweats, Hoodies, Trackpants stehen im Fokus des Labels von Donna-Macherin Mirela Stanoiu. Die Händlerin aus Hannover realisiert die Linie gemeinsam mit einem türkischen Produzenten und hat sie auf der Premium vorgestellt: Luxus-Sportswear at its best. Hoodies mit fettem Zipper, Sweats mit Kontrast-Ripsband oder im Colorblock sind typisch. Vetements, kommerziell übersetzt. Besondere Silhouetten und Verarbeitungsdetails machen den Unterschied. EK-Preise: 40 bis 70 Euro. Vertrieb: Agentur Toepfer, Düsseldorf.

Cords

Cords / Foto: Dörpmund
Das ist mal ein klarer Fokus: Das Stockholmer Labels Cords hat sich - der Name lässt es vermuten - komplett  einem Warentyp verschrieben. Und zwar: Cord. Allerdings nicht auf eine rustikal-rumpelige Art, sondern hochmodisch und progressiv. Von der Hose über die Jacke bis zur Basecap. Clean, urban und dabei mit Mut zur Farbe. Hosen sind natürlich ein wichtiger Bestandteil. Es gibt sie für Frauen in Größe 24 bis 34, für Männer von 26 bis 36. Oberteile kommen in XS-L (Frauen) bzw. S-L (Männer). VK-Preise liegen je nach Produkt zwischen 99 und 369 Euro. Der Vertrieb läuft über die Agentur Brandpool in Offenbach.

H2O

H2O / Foto: Schnitzspahn
Wie, Label to Watch? Das ist doch ein alter Hut. Ja und nein. Das Label H2O hat tatsächlich eine lange Historie, ist in Dänemark nach wie vor präsent. Jetzt kommen die Dänen jedoch mit neuem Konzept daher. Mitinhaber Mikkel Christensen, der das Label vor einiger Zeit mit einer Gruppe von Investoren übernommen hat, ist verantwortich für Marketing und Vertrieb. Er positioniert die Kollektion, die im Heimatmarkt noch immer einen guten Teil der Umsätze mit den klassischen Badelatschen macht, klar im progressiven Fashion-Segment. Logo-Shirts sind genauso mit von der Partie wie T-Shirts (VK ab 50 Euro) — und natürlich Slider. Der Vertrieb läuft direkt über die Marke, die ihren Sitz im dänischen Aarhus hat.

Bricktown

Bricktown
Samuel David Benaïnous, der Mann hinter dem Label Bricktown, hat ein Faible fürs Zocken. Das legen zumindest die Stickereien auf seinen Styles nahe. Die Motive von Raketen, Burgern, Ananas & Co. in Pixel-Optik sollen nostalgische Gefühle an die Teenager-Zeit wachrufen, genauer: an die Videospiele der 80er Jahre. Wie echte Gamer können die Kunden des 2014 gegründeten Pariser Labels quasi den Joystick in die Hand nehmen und Motiv und Größe frei wählen. So kostet z.B. der Hoodie mit großer Stickerei im EK 68 Euro, mit kleiner 50 Euro, bei einer 2,7er-Kalkulation. Der Vertrieb läuft direkt über das Label in Paris.

Dad's Cap

Dad's Cap

Dollar-Beutel, Pizzastücke und übereinandergeschlagene Frauenbeine – das sind nur drei der zehn Motive, die dezent auf den Caps, T-Shirts und Hoodies von Dad’s Cap platziert sind. Mit dem Nürnberger Label haben die Brüder Max und Nico Crämer ein Sublabel der Streetwear-Marke ATF auf den Markt gebracht, das von Vätern aus aller Welt inspiriert ist. Dabei sind die Teile mit Icons aus dem Männer-Alltag in Schwarz, Weiß und Rosé gehalten. Jeweils in Uni – und unisex. Wie auch bei ATF wird die Kollektion in Portugal produziert. VK-Preise reichen von 39 Euro für Caps über 49 Euro für T-Shirts bis hin zu 99 Euro für Hoodies. Zu ersten Handelspartnern gehören Uebervart in Frankfurt, Public in Japan und Kapok in Hongkong.

Noch mehr Labels to watch finden Sie in der kommende Ausgabe der TextilWirtschaft. Am 25. Juli ab 18 Uhr in der TW Magazin App für iOS und Android sowie am 26. Juli in der gedruckten Ausgabe.