Harricana par Mariouche. Pelze, die Tiere retten. Angefangen hat sie mit einem alten Pelzmantel ihrer Mutter: Weil die Kanadierin Mariouche Gagné sich keinen echten Nerz leisten konnte für ihre Studienaufgabe, Pelz in einem Sportoutfit neu zu interpretieren, schaute sie in den Kleiderschrank ihrer Mutter. Daraus wurde ein Geschäftsmodell: Für ihr Label Harricana recycelt sie alte Pelzmäntel und fertigt daraus trendige Accessoires und neue, stylische Mäntel und Jacken. Inzwischen umfasst das Sortiment mehr als 180 Produkte, mit der Auswahlmöglichkeit von unterschiedlichen Fell- und Lederkombinationen in über 400 verschieden Styles, die weltweit verkauft werden. Die meisten Stücke sind Unikate, Einstiegspreise liegen bei Mützen im Strickbereich um die 45 bis 120 Euro, bei Chapkas um die 120 bis 180 Euro. „Meine Mission ist es, gebrauchte Luxusstoffe mit neuem Leben zu erfüllen“, sagt Gagné. Inzwischen hat sie so mehr als 6000 Mäntel recycelt und damit das Leben von 600000 Tieren gerettet.

Harricana par Mariouche
Harricana par Mariouche


Gisele Ganne. Es ist schon sehr makaber, wovon sich Gisèle Ganne für ihre Schmuck-Kollektion inspirieren lässt. Tod, Trauer, Scheidung, Verlust. „Vor allem in der Viktorianischen Epoche war spezieller Schmuck, mit dem man seine Trauer ausdrückte und den man in Gedenken an Tote trug, von großer Bedeutung. Heute feiert man nur die glücklichen Momente im Leben, ich will aber auch die traurigen Momente zelebrieren, denn sie gehören ebenfalls zu unserem Leben“, sagt die Designerin. Entsprechend düster und tragisch sind ihre Schmuckstücke: Leder, Kreuze, Vergissmeinnicht, Krähenfüsse, verzerrte Totenköpfe und Grabsteine sind zentrale Elemente. Was sich scheußlich anhört, sieht aber gar nicht so scheußlich aus. Vor allem die markanten Ringe haben schon prominente Fans wie Pixie Geldof und Kesha gefunden. Highlight sind aber die Pelz-Accessoires, vor allem die Stolen und mehrlagigen Colliers mit Pelzbommeln. Die VK-Preise starten bei rund 200 und reichen bis über 2000 Euro.

Gisele Ganne
Gisele Ganne


Mr. + Mrs. Fur. Echt Vintage - das sind die Parkas und Fieldjackets von Mr.&Mrs. Fur Denn die Jacken stammen aus alten Armee-Beständen, werden dann gereinigt und mit echten Pelzen abgefüttert. Ob Fuchs, Lapin oder Nerz - sie veredeln die individuellen Teile und verleihen ihnen Luxus-Appeal. Alle Parkas werden in Italien gefertigt. Der Größenspiegel reicht von XS bis L. Mr.&Mrs. Fur wird von der Münchner Agentur Ventrella vertrieben.

Mr.+Mrs. Fur
Mr.+Mrs. Fur


34 White steht für die Adresse, in der die Designerin des Labels lebt. Dahinter verbirgt sich eine Pelz- und Lederlinie, allerdings in einer sehr jungen, immer cool übersetzten Handschrift. Da gibt es etwa Kaninchenfellmäntel, die deutlich nach mehr aussehen, aber durch ein Jerseyfutter absolut lässig wirken. Das Futter in Graumelange wird übrigens bei fast allen Jacken und Mänteln gezeigt. Von der Fellweste über Bikerjacken bis zum Fellmantel mit Lederärmeln reicht die Palette. Kaninchen, Lammfell und Nappaleder sind die Qualitäten. Produziert wird in Italien. Helle Grau- und Brauntöne bestimmen die Farbpalette. EK-Preise ab 289 Euro. Der Vertrieb läuft über die Agentur Toepfer, Düsseldorf.

34 White
34 White


Warm-Me. Die Wohlfühl-Garantie für Körper und Seele, die das österreichische Label Warm-ME verspricht, geht vermutlich auf die Premium-Qualität der Garne zurück, aus denen die urbanen Mützen von Strickerinnen in Nepal und Tirol handgestrickt werden. Denn für die edlen Begleiter, die in trendigen Farben und mit raffinierten optischen Effekten aufwarten, kommen wahlweise Cashmere, Cashmere/Merino, Cashmere/Seide, Alpaka und Pelz zum Einsatz. Das soll die zwischen 129 und 249 Euro rangierenden Verkaufspreise rechtfertigen.

Warm-Me
Warm-Me


König Walter. Das Berliner Accessoires-Label gibt es seit fast zehn Jahre und immer noch ist der typisch deutsche Name Programm: penible Verarbeitung, Qualität, Perfektionismus. Auch Webpelz ist ein großes Thema: „Wir merken beim Webpelz einen wahnsinnigen Aufwärtstrend. In den vergangenen beiden Jahren wollte kaum einer Webpelzmützen, und jetzt haben alle wie wild geordert. Dabei verwenden wir ausschließlich Webpelz aus Europa und keinen billigen und schadstoffbelasteten Strickpelz aus Asien. Unser Webpelz trägt sich genauso wie echter Pelz - und man hat trotzdem ein gutes Gewissen“, sagt Inhaberin Anja Köninger.

König Walter
König Walter


Mischa Lampert. New York wird zurzeit bevölkert von strickenden Yuppies. Eine davon ist Mischa Lampert Die Deutsche, die in New York lebt, strickt Polar-Mützen. Was sie von den anderen unterscheidet: Ihre Kopfbedeckung sind so besonders, dass sie sie nicht nur an ihre Freundinnen verschenken kann, sondern sie auch an Häuser wie Barney's verkauft. Es gibt eine Kollektion im Jahr mit 50 Teilen aus Wolle und Cashmere. Zur kommenden Saison auch mit Pelz-Bommeln. Die EKs liegen bei 60 Euro. Vertrieb: Fashion Design Room, New York.

Mischa Lampert
Mischa Lampert