Nächstes Wochenende geht es nach Düsseldorf. Etliche neue Orderplattformen und Showrooms öffnen ihre Pforten. Damit beginnt die Trüffelsuche. Alle wollen stärkere Signale im Sortiment setzen. Highlights inszenieren. In Düsseldorf gibt es gute neue Namen, Labels, die noch nicht überall hängen. Eine Auswahl der besten Labels to watch:



Zapa Paris
Zapa Paris
Zapa Paris ist nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen DOB-Kollektion, die es einmal aus Berlin gab. Denn Zapa Paris kommt tatsächlich aus der französischen Hauptstadt. In Frankreich ist das Label auch schon mit mehreren eigenen Läden im Markt präsent. Jetzt soll der Vertrieb auch für den Wholesale geöffnet werden. Der Look ist modern und feminin mit besonderen Details. „Raffiniert, aber modern“ will die Kollektion sein. Sie bietet komplette Looks, die aber immer einzelteilig aufgebaut sind. So reicht die Bandbreite vom couturigen Mäntelchen über den Lederrock bis zur Seidenbluse. Pro Jahr gibt es zwei Kollektionen. In Deutschland wird Zapa Paris neu über S.D. International Distribution, Düsseldorf, eingeführt. Showroom Kaiserswerther Straße 198





Julie Brandt
Julie Brandt
Julie Brandt ist die Tochter der vor allem in den 60er und 70er Jahren populären dänischen Designerin Margit Brandt. Mode liegt ihr damit im Blut. 1994 eröffnete sie den Concept Store Rue Verte in Kopenhagen mit Mode-, Lifestyle- und Interior-Sortiment, und ab 2005 begleitete sie den Relaunch der Marke ihrer Mutter, später sogar als Kreativ-Chefin. Jetzt startet die Dänin ihre eigene Kollektion und will künftig unter eigenem Namen Mode-Geschichte schreiben. Die Herbstkollektion ist die erste. Sie passt ins Umfeld anderer skandinavischer Designer wie Bruuns Bazaar und By Malene Birger, ist allerdings gleichzeitig französisch inspiriert: Skandinavischer Minimalismus trifft damit auf französische Verspieltheit. Ein lässiger Chic mit entspanntem Tailoring, coolen Basics, ausgearbeiteten Details und ein wenig Rock’n’Roll-Attitüde sollen den sinnlich-coolen Look bestimmen. Es soll zwei Haupt- und zwei Zwischen-Kollektionen pro Jahr geben. VK-Preise reichen von 80 bis 320 Euro für Kleider, 45 bis 200 Euro für Tops und 135 bis 500 Euro für Jacken bei einer Kalkulation von 2.7. Hierzulande wird die Kollektion über die Agentur Buhrs 3.0, Offenbach, eingeführt.





Reiko
Reiko
Reiko hört sich zwar japanisch an, kommt aber aus Frankreich, genauer aus Marseille. Hinter dem Namen verbirgt sich eine noch junge Hosenkollektion, die vom ehemaligen Le Temps des Cerises-Designer kreiert wird. Die Linie arbeitet mit kurzfristigen Programmen, sie bietet zur laufenden Orderrunde also die Sommerkollektion an. Chinos in breiter Farbpalette und Colored Denim in Neon- und Pastelltönen in verschiedenen Formen von Skinny bis Cropped Boyfriend stehen dabei im Mittelpunkt. EK-Preise: 36,90 für Chinos und 48,90 für Colored Denim. Vertrieb: Feldges+Heidt, Frankfurt. Showroom Drahthaus, Kaiserswerther Straße 137





Bellerose
Bellerose
Bellerose. Bellerose kommt aus Belgien, wo es das Label schon lange gibt. Hierzulande gehört die Linie, die DOB, HAKA und Kindermode anbietet, allerdings noch zu den Geheimtipps. Für den Look wird mit vielen liebevollen Details und oft gewaschenen Stoffen gearbeitet. So gibt es Chinos in Puderpastellen, die nicht zuletzt durch EK-Preise um 42 bis 50 Euro interessant sein könnten. Oder Tupfenkleider in Seide zur Military-Jacke, Shirts mit Blümchen. Oder Sternen-Prints genauso wie coole Sweats, teils mit Glitzer-Effekten. Shirts starten im EK um 19 Euro. Vertrieb: Imago, Mailand.





Aaiko
Aaiko
Aaiko. Feminin heißt nicht zwangsläufig Rüschen&Co. Bling Bling. Es geht auch anders, modern, lässig. Das niederländische Label schafft diesen schmalen Grat. 2005 gegründet gehört es bereits zu den beliebtesten Labels in Holland. Passend zum Namen, der aus dem Japanischem stammt, und übersetzt "der/die Geliebte, beliebt" bedeutet. Beliebt sind vor allem die schmeichelnden Silhouetten und Materialien wie Seide und Chiffon. Designerin Pauline Brakenhoff hat stets ein Auge darauf, wie ein Kleidungsstück den Körper umgibt. Highlight der aktuellen Kollektion ist ein bodenlanger Chiffonrock, der je nach Bewegung mal rot, mal pink schimmert. Die EK-Preise liegen im Schnitt bei 36 Euro. Der Vertrieb läuft über die Agentur Eyegasm, Berlin, und Schöngeist, Offenbach. Modecenter Haus Paris, Breslauer Straße 6, Neuss.





Holy Ghost
Holy Ghost
Holy Ghost. Die Kollektion hat mit heilig oder gar züchtig, wie der Name eventuell vermuten ließe, rein gar nichts zu tun. Die Kollektion, die erst 2010 von drei Münchner Freundinnen gegründet wurde, steht vielmehr für verführerische Sexy-Looks, getreu dem Motto „In jeder Frau schlummert eine Heldin“. Couture, aber urban und alltagstauglich umgesetzt – so könnte man die Outfits beschreiben. Die Silhouette ist reduziert und wird mit zarten Kleidern und Blusen feminin aufgebrochen. Für Herbst/Winter etwa wird die weit geschnittene Flanell-Hose in Dunkelblau zur zarten Seidenbluse in Nude und einem Trench mit beerenfarbenem Lederkragem kombiniert. Die zentralen Farben sind Nude, Camel, Navy und Grau, realisiert über Seide, Kaschmir, Wollgemische, Leder, Lammfell und feine Jerseys. Ein Maxi-Seidenkleid liegt um die 145 Euro im EK. Der Vertrieb läuft über die Agentur Follow me Fashion, Inken Wisdorf, Düsseldorf.





Mala&Mad
Mala&Mad
Mala&Mad. Das ist die Verschmelzung von Street Art und Trend, von Charity und Mode. Warum Street Art? Weil Mala&Mad Schals bietet, die Graffiti-Prints verschiedener Künstler auf wertigen Qualitäten übersetzen. Im Sommer ist das Modal, im Winter Wolle/Seide oder Cashmere-Mischungen. Warum Charity? Vom Verkauf jedes Schals kommt ein Anteil Straßenkinder-Projekten in Nepal zugute. Denn in Nepal hat alles begonnen. Dort sind sich die Nepalesin Mala und die Deutsche Madeleine auf einer Charity-Reise zum ersten Mal begegnet und haben beim Anblick des Elends der Straßenkinder spontan beschlossen, etwas zu tun. Durch die Motivation zu helfen, entstand die Idee zur Schal-Kollektion. Dabei werden die Gelder persönlich übergeben, um Missbrauch zu vermeiden. Auch bei der Produktion der Schals wird strikt auf menschliche Arbeitsbedingungen geachtet. In der vergangenen Orderrunde wurde die Linie mit EK-Preisen zwischen 49 und 89 Euro erstmals gezeigt. Der Vertrieb von Mala&Mad läuft über die Silvano Rose Modeagentur, Nürnberg.





As is
As is
As is. As is wirkt ein wenig als käme es aus den Tiefen des amerikanischen Westens. Denn die Shirts des 2009 lancierten Labels werden von indianischen und Navajo-Mustern in unterschiedlichsten Varianten geschmückt. Teils farbenfroh, teils reduziert, oft auf lässigen Shirts in Melangen umgesetzt verbindet As is Trendiges mit einem Stück amerikanischer Geschichte. Auch Fransen-Details dürfen nicht fehlen. Designerin Ayumi Shibata hat ihre Mode-Karriere ursprünglich mit der Vintage-Boutique Slow in Los Angeles gestartet. EK-Preise: 28,90 bis 47,90 Euro. Der Vertrieb läuft über Flipmunich, München. Premium Order Düsseldorf und Supreme.





Rabens Saloner
Rabens Saloner
Rabens Saloner. Das Label steht für einen eigenen individuellen Stil, der entspannte Hippie-Looks mit einem Hauch cooler Rock’n’Roll-Attitude verbindet. So gibt es viele Maxikleider und lässige Tuniken, teils mit Batik- oder Minimal-Prints genauso wie, vor allem im Winter, Leder- und Fellwesten. Auch Tücher, Sandalen und Armbänder machen die Kollektion komplett. „Ich möchte eine individuelle, unabhängige, selbstbewusste Frau anziehen“, erklärt Brigitte Raben Olrik, die als Designerin hinter der Kollektion steht. Sie hat Rabens Saloner gegründet. Sie ist Dänin, lebt aber auf Bali, woher viele ihrer Inspirationen kommen. Das erklärt auch den Mix und das vielfältige Farbbild der Kollektion. Kleider kosten im EK um 80 bis 90 Euro, Blusen um 50 Euro bei einer Kalkulation von 2,6. Vertrieb über: Agentur Jooles, München.





Nordic Legacy
Nordic Legacy
Nordic Legacy. Skandinavisches Design und Trendgespür, aber alltagstauglich und kommerziell umgesetzt – das ist der Anspruch, unter dem das dänische Label Nordic Legacy ganz neu auf dem Markt startet. Zunächst nur mit DOB, in einem Jahr soll auch eine Herren-Linie dazukommen. Gezeigt wird ein kompletter Look von Fliegerjacken-Typen, Mäntel- und Parka-Styles über Seidenblusen, Blazer-Varianten, Ringelbodys, Shirts, Skinny-Jeans, Intarsien-Strick und Cardigans bis hin zu Accessoires, inklusive Gürtel, Handschuhe und Ledertaschen. Der Look ist casual, aber nicht zu lässig, clean, aber doch mit Details, nordisch, aber nicht zu skandinavisch, trendig, aber nie übertrieben. Dabei scheint der Bezug zur nordischen Herkunft, etwa über modern übersetzte und maritime Elemente, immer wieder durch. Besondere Knöpfe, Leder- oder Uniform-Details spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Pro Jahr soll es vier Kollektionen mit sechs Lieferterminen geben. Interessant sind dabei die Preislagen mit EK-Preisen von 33 bis 70 Euro für Hosen, Blusen und Strick sowie von 99 bis 150 Euro für Jacken bei einer 3er Kalkulation. Der Deutschland-Vertrieb läuft über Agentur Hidden Secrets, Hamburg, sowie Kaster&Kaster, Düsseldorf. Showroom Schirmerstraße 61





Saloni
Saloni
Saloni kommt aus London, wo es das Label seit gut zwei Jahren gibt. Die Spezialität sind ausgefallene Prints, die vor allem auf Kleidern, aber auch auf kompletten Looks umgesetzt werden. Kleider und Tops in Jerseys mit Drapés und dezentem Pailletten-Dekor funktionieren tagsüber, aber auch für den Abend. Frische Farbkombinationen und Prints wirken neu und überraschend. Pro Jahr gibt es vier Kollektionen. In England gehören Harvey Nichols, Matches und Browns zu den Saloni-Kunden. EK-Preise liegen um 120 bis 200 Euro. Die Kollektion wird hierzulande über die Agentur Gaby Schneider, Düsseldorf, vertrieben.





Togs Unlimited
Togs Unlimited
Togs Unlimited. Sie war das Must-have der 90er. Jeder, der etwas auf sich hielt, hatte die Daunenjacke mit Lederbesatz an den Schultern und abzippbaren Ärmeln oder wollte zumindest eine haben. Jetzt ist die Jacke mit dem Enten-Logo zurück – überarbeitet und in neuen Farben, aber mit allen typischen Details. Togs Unlimited kommt aus dem Hause Chevignon und wird hierzulande neu über die Münchner Agentur Komet und Helden vertrieben. Die Jacken sind unisex und werden von XS bis XXL angeboten. Im VK kosten sie um 450 Euro.





Longo Cashmere
Longo Cashmere
Longo Cashmere. In Handarbeit entsteht die Cashmere-Kollektion von Longo Cashmere. Dazu gehören Grob- und Feinstrick-Modelle mit Rollkragen oder Rundhals genauso wie Pullover und Hoodies im Sweatshirt-Stil. Gefertigt wird in der Longo-Manufaktur in Vincenza, mit Garnen unter anderem von Loro Piana. Die HAKA-Linie zeigt 30 Teile, die DOB-Kollektion umfasst 22 Teile. Die EK-Preise reichen von 68 für Basics bis hoch zu 400 Euro. Longo Cashmere produziert für Damen von Größe 34 bis 46, für Herren von Größe 46 bs 56. Aktuell wird das Label in Deutschland von 45 Händlern verkauft. Der Vertrieb läuft über die Premium Brand Group, München. Showroom Premium Brand Group, Benningsen-Platz 1