Claudie Pierlot. Ein lieblicher Name. Hinter dem aber eine knallharte Marktbewegung steckt. Neue, unverbrauchte Brands, scharf zugeschnitten, mit verständlichen Preisen, greifen das Establishment an. Aus Italien, die Femininen: Pinko, Liu Jo, Twin-Set, Elisabetta Franchi. Aus Frankreich, die Coolen: The Kooples, Sandro, Maje, Iro, Zadig & Voltaire. Und eben Claudie Pierlot.

In den 80er Jahren von der gleichnamigen Stylistin gegründet wird Claudie Pierlot schnell zum Liebling ihrer Kollegen in den Styling-Departments, französischer Fashionistas und internationaler Blogger. Die Kollektion überzeugt mit eigenständigem Stil (scharf, sophisticated, dabei charmant und mühelos) und nachvollziehbaren Preisen. Premium-Looks zu nicht Premium-Preisen: Die VKs gehen von 95 bis 145 Euro für Tops und Blusen, bis zu rund 190 Euro für Kleider. Über 500 Euro kosten lediglich Mäntel oder Leder-Jackets.

2013 wurde das Label, das genauso wie Sandro und Maje zu SMCP gehört, mehrheitlich (65%) von der US-Investorengruppe Kohlberg Kravis Roberts&Co (KKR) übernommen. Bislang hielten der Private Equity-Fonds L Capital von LVMH-Chef Bernard Arnault und Florac 51% an dem Modeunternehmen.

Mit Kollektionen wie Claudie Pierlot wird ein neues Marktsegement unterhalb des Luxusgenres geformt. Lesen Sie dazu einen ausführlichen Bericht mit allen wichtigen Playern und Aufsteigern in der TW 19 vom 7. Mai 2015. Die digitale Ausgabe steht bereits am 6. Mai 2015 ab 18 Uhr als Download im iTunes-Store zur Verfügung.