Die Suche nach neuen Namen fürs Herbst/Winter-Sortiment geht weiter – nach  Kollektionen, die aus dem Rahmen fallen und Stoff fürs Storytelling im Verkauf liefern.  Vom Seidenkimono bis zum Overkneestrumpf, von customized Chic aus Frankreich bis Cashmere aus Dänemark. Die TW stellt eine Auswahl an Labels vor, die jetzt für frischen Wind sorgen könnten.

Winter in Holland

Winter in Holland
Die gestrickten Unisex-Schals aus Schur- und Merinowolle erinnern schon mal an Decken, die neben anderen Interior-Accessoires ebenfalls zur Kollektion gehören. Alles ist made in Amsterdam. Gründerin Anouk van der Laan ist dabei vor allem der gemeinnützige Ansatz wichtig: Arbeitslose Frauen fertigen die Teile. Sie kosten 110 bis 120 Euro im Verkauf.

Maison Labiche

Maison Labiche
Andrang auf der Premium, viel los auf der CIFF. Maison Labiche trifft momentan offenbar einen Nerv. Das 2011 in Paris gegründete Label spielt charmant mit französischen Klassikern, jung umgesetzt. Es begann mit individuell bestickten Shirts und Sweatern. Bald folgten Kollabos – ob mit Matches und Browns in London, J.Crew in New York oder Soto in Berlin. Die Herbstkollektion steht unter dem Motto „Von Sibirien nach Paris“. Kuschelige Sweats mit deutlichen Botschaften treffen auf klarlinige Jeans und rustikale Cordjacken mit Teddyfell. Dazu Shirts, darunter Marinière und Hemden. Ab 50 Teile pro Stück können sie customized werden. Vertrieb über AlsterV, Hamburg.

Anni Lu

Anni Lu
Mal baumelt eine große Barockperle am Ohrring, mal der Abdruck einer alten Münze an filigraner Kette. Armbändchen zieren meist kleine, bunte Edelsteine. Das Label aus Kopenhagen, über Caramia Fashion Favourites in Düsseldorf, punktet mit großem NOS-Programm, das zwei Mal im Jahr um besondere Themen ergänzt wird. 49 bis 90 Euro im VK.

Better than nude

Better than nude
Witzige Sprüche von Mae West, glamouröse Lurex-Effekte und modische Overknees. Das alles in sanfter Naturfarbigkeit, GOTS-zertifiziert und von Strumpfspezialisten in der Türkei mit feiner Vordernaht gefertigt. Söckchen liegen bei 9,90 Euro im VK, Stulpen etwas darüber. Alles ist binnen vier bis sechs Wochen lieferbar und wird permanent weiterentwickelt. Design und Vertrieb: Ute Naumann, München.

Paul x Claire

Paul x Claire
Spontan entstanden, erst kurz vor den Berliner Messen waren die Musterteile fertig. Doch die coolen Sweats und Strickteile haben den Handel auf Anhieb begeistert – ob Classico in Hamburg, Ortner in Dortmund oder Engelhorn in Mannheim. „Innovativ, frisch“, so die Kommentare. Und das Ganze zu EKs von 39 bis 66 Euro bei einer 3er Marge. Vertrieb über die Agentur Eichhorn, Hamburg.

Pierre-Louis Mascia

Pierre-Louis Mascia
Das ist Mustermix deluxe. Das Label aus Como produziert für zahlreiche nahmhafte Designhäuser. Daher kommt das Know-how in Sachen Muster, Drucke und Farbe. So ist auch die eigene Kollektion ein gekonnter Mix unterschiedlichster Dessins und Stile. Da gibt es bedruckte Seidenkimonos zum Wenden genauso wie Dufflecoats mit Seidenfutter und Samt-Track-Suits – alle im Mustermix aus Karo, Animal- und Camou-Muster. EK-Preise starten ab 65 Euro. Vertrieb: Agentur Klauser, München.

Foreign Affairs

Foreign Affairs
Sie sehen aus wie Logo-Pullis. Allerdings zeigen die Intarsien des dänischen Stricklabels Fantasie-Logos und -Motive. Mal „Taxi Parisien“, mal eine Lippe, eine Fotokamera oder „Chamonix Après-Ski“. Alles in plakativen Farben. Entweder in Merino oder Cashmere gestrickt. Echte Eyecatcher aus Kopenhagen. VK um 210 Euro, Cashmere liegt darüber.

Brand Who

Brand Who
„Wir fühlen uns erst so richtig lebendig, wenn wir gegen Regeln und Grenzen ankämpfen“, sagen die Macher des türkischen Menswear-Labels Brand Who. Entsprechend expressiv sind ihre Styles. Zum Herbst findet sich etwa ein Plüsch-Hoodie in Gelb oder Violett genauso in der Kollektion wie ein lässiger Coat in Bademantel-Optik oder ein Glencheck-Mantel mit großer Vogel-Stickerei im Rücken. Das Ende 2012 gegründete Label verkauft bereits in der Türkei, in Griechenland und Südkorea und möchte nun auch den deutschen Markt für sich gewinnen. Bei einer Kalkulation von 2,7 reichen die EK-Preise für T-Shirts von 14 bis 25 Euro, für Sweats von 33 bis 45 Euro und für Jacken von 62 bis 166 Euro.

Résumé

Résumé
Poppig, bunt, laut und etwas schräger. So ist das dänische Label, hinter dem u.a. ehemalige Ganni-Mitarbeiter stehen. Logo-Shirts treffen auf Blümchenkleider, plakative Karohosen und Fake Fur Mäntel. Der Mix ist markant. VK-Preise starten um 55 Euro für Shirts.

Be you

Be you
Die Cashmere-Linie von Géraldine Alasio, die im Mailänder Showroom der Eltern quasi mit Cashmere aufgewachsen ist. Die Besonderheit ihrer eigenen Linie ist ein ausgeprägtes Gespür für etwas andere Farbkombinationen und Details wie mal ein spezieller Nahtverlauf oder Cut-out. EK-Schwerpunkt-Preise: 79 bis 90 Euro. Vertrieb: Birgit Wissemann, Düsseldorf.

Mehr Labels to watch
Labels to watch

Neue Labels aus Berlin

Labels to watch