Einen Step weiter sein. Individuell, unvergleichlich. Wer diesen Anspruch an das Schuh-Sortiment hat, kommt an neuen Namen nicht vorbei. Das nächste Frühjahr bringt eine Fülle an Trends und Themen, mit denen sich starke Bilder erzeugen lassen. Eine Auswahl frischer Labels, die dabei helfen könnte, Sie mit dem richtigen Drive zu versorgen.



Town
Town
Blutjung – und schon Trend. Ob frecher Statement-Print – „Rules are made to be broken“ –, provokanter Kussmund mit Kirsche oder cleaner Logo-Druck in Schwarz/Weiß, die Pool Slider des erst 2016 gegründeten Labels aus Verona ziert so einiges, was Blicke auf sich zieht. Neben dem reichen Angebot an klassischen Pool-Slidern aus PU hat Town außerdem Modelle mit Kork-Boden in petto.
EKs: 22,50 bis 35,90 Euro, über Agentur Jutta Wilms mit Showroom in Düsseldorf.

Interno Uno
Interno Uno
Stilistisch könnte es The Last Conspiracy sein, casual contemporary, vielleicht etwas femininer. Preislich aber rangiert das in seine erste Saison startende Label aus Italien darunter. So liegen die VKs für die ungefütterten Cowboy-Boots und zum Teil mit kleinen handwerklichen Details versehenen Stiefeletten zwischen 200 und 250 Euro VK – bei einer 2,7er Kalkulation.
Über Agentur Jutta Wilms mit Showroom in Düsseldorf.



Sol Sana
Sol Sana
Das Lässige, Unkomplizierte, das man mit der australischen Mentalität verbindet, spiegelt sich auch in dem Damenschuh-Label aus Down Under wider, das jetzt über Deluxe Distribution, Berlin, nach Deutschland kommt. Bei aller Easiness sind Blockheel-Sandals, Mules und Co immer auch feminin, bringen außerdem eine gute Preis/Leistung mit.
Die VKs bewegen sich bei 2,5er Kalkulation zwischen 80 und 200 Euro.

Clara & Jo Baker

Clara&Jo Baker
Was passiert, wenn eine Enkelin von Josephine Baker, der legendären Tänzerin mit dem Bananenröckchen, eine Schuhkollektion entwirft? Richtig – in irgendeinem Upper taucht ein Bananen-Print auf. Neben den Pool-Slides mit dem ikonischen Druck umfasst die kompakte Schuhkollektion für Frauen etwa Ledersandalen und Trensenloafer, die aus Italien und Portugal kommen. Bei einer Kalkulation von 2,8 kosten die Schuhe aus der Sommerkollektion zwischen 60 und 120 Euro im VK. Ein Teil der Erlöse fließt an eine Kinderorganisation. Es gibt einen Showroom in Paris.
Kontakt über Marie De Marseul: mdemarseul@clarajobaker.com.

Batucada

Batucada
Neben Zehengreifern fertigt das französische Label auch Ohrringe, Ketten und Armbänder aus dem recycelten Gummi, das in China in einer eigenen Produktionsstätte hergestellt wird. Die Schuhe gibt es in den Größen S, M, L und 2XL, die Minimumorder liegt bei 300 Euro.
Bei 3,0er Kalkulation liegt der EK bei 10 Euro. Kontakt über Loick Leblond: loick@batucada-fashion.com.

Shoohs

Shoos
Ob taubengrauer Loafer mit Haferl-Lasche, pinkfarbener Gummizug-, pointed Bouclé- oder Jacquard-Ballerina, die sehr femininen Schuhe des noch jungen Hamburger Labels haben immer den kleinen besonderen, liebevollen Dreh.
Sie sind made in Italy und sind zu beziehen über The Carlsson Club, Annika Schwieger, Hamburg. EKs um 74 Euro.

Mini Lacci

Mini Lacci
Nie mehr binden. Zugleich customizen. Was wollen Sneaker-Fans mehr? In Italien jedenfalls sind die kurzen, elastischen, farbenfrohen Schnürsenkel ein Renner. Es gibt sie dort seit 2013, hierzulande werden sie über Limaxx Liberini und Marx, Backnang, eingeführt. Eine Farbe? Langweilig. Wahre Fans kommunizieren mit ihren Mini Laccis, die pro Tüte im EK 2,45 Euro kosten, im VK 6,95 Euro. 12 Stück sind in jeder Tüte drin – das reicht für ein herkömmliches Paar. Aber eine Tüte reicht nicht für anspruchsvolle Botschaften. Deshalb gibt es unterschiedlich große Displays und ingesamt 18 Farben.

M.I.T.

M.I.T.
Mantelassi, ein ehrwürdiger Name in Sachen Schuh. Ein Familienunternehmen. Mit eigenen Läden in Prato und Bologna. Die Idee des toskanischen Schuhs, aus authentischen Ledern gearbeitet, setzt seit einigen Jahren darüber hinaus ein Sohn des Hauses, Matteo Mantelassi, in einer eigenen Kollektion um: Er interpretiert den klassischen Herrenschnürer und wandelt ihn zu coolen, lässigen, kernigen Unisex-Modellen. Ausnahme: witzige Mary-Janes mit kleinem Absatz. Viele Modelle haben einen chaplinesken Charme. Sie werden ausgestopft mit Zeitungspapier im Jutesack geliefert und der Pappkarton ist mit handgeschriebenen Etiketten im Stil der 30er Jahre versehen. Man kann die Modelle, die im EK von 80 bis 110 Euro liegen, wahlweise mit Gummi- oder Ledersohle bekommen.
Vertrieb: Landen& Landen, Stephanskirchen.

Paoli Firenze

Paolo Firenze
Es schimmert und flimmert beim Anblick dieser Kollektion. Hat sie doch zum kommenden Sommer eine ungewöhnlich breite Farbkarte in Sachen Metallics. Doch nicht nur das: Jeder Einkäufer kann seine eigene Farbauswahl für die leichten, lässigen Ballerinen und Loafer, Mules und Sandalen treffen. Hinzu kommen Ripsschleifen in vielen Nuancen, die individuell darauf gesetzt werden können. Ein liebenswürdiges Produkt, umso mehr, als die EKs zwischen 30 und 50 Euro liegen bei einer Kalkulation von 2,8 bis 3.
Vertrieb: Agents of, Düsseldorf.

Allan K.

Allan K.
Flechtwerk. Ausschließlich. Entsprechend stark wird die Kollektion des Belgiers Alain Kadic gerade für den Sommer bewertet. Sein Vater hat in den 60er Jahren Maschinen zum Lederweben entwickelt, so dass Hunderte von unterschiedlichen Dessins möglich sind. Die Modellpalette reicht von Mules über Schnürer bis zu Ballerinen, Sneakern, Kreuzband-Sandalen bis zu Taschen – alles in 36 Farben, sowohl uni als auch multicolor geflochten. Dabei kommerziell in den VK-Preislagen mit 120 Euro für Ballerinen, 139/149 für Slipper und 189 Euro für Schnürer – auch abhängig von der Flechtung.
Der Vertrieb läuft über Landen&Landen in Stephanskirchen.

Muroexe

Muroexe
Vor vier Jahren ist das spanische Label mit einem klaren Ziel an den Start gegangen: Innerhalb von zehn Jahren soll Muroexe eine global relevante Marke sein. Dehalb haben Ingenieure, Biomechaniker und Designer zehn Monate am perfekten Schuh getüftelt. Herausgekommen ist dabei ein schlichtes Modell, das zwischen Sneaker und Halbschuh changiert. Einzig das superweiche, komfortable Fußbett tendiert klar zu Sneaker. Mittlerweile bietet das minimalistische Label drei Modelle, ergänzt um Kapselkollektionen.
Die VK-Preise liegen zwischen 65 und 85 Euro. 200 Wholesale-POS in 15 Ländern konnte das Label schon erreichen.

Mehr zum Thema Schuhe, Taschen und Accessoires für Frühjahr 2018 lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Textilwirtschaft ab Mittwoch, 9. August, 18 Uhr, in der aktuellen TW Magazin App für iOS und Android sowie am Donnerstag in der gedruckten Ausgabe.
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