Beach bis Business. Klassik bis Contemporary. Jedes Sortiment bekommt durch den Einsatz der passenden Accessoires mehr Schliff. Das Geschäft mit Taschen, Beuteln und Co ist für viele Womenswear-Player inzwischen eine wichtige Umsatz-Säule. Innovative Konzepte beleben das Business und den Wettbewerb. Ein Sixpack spannender Namen.



Maison Héroïne
Maison Héroïne
„Organized Luxury, easy Elegance“ – der Claim des Berliner Labels verrät es schon. Maison Héroïne, das sind stilvolle, dabei aber akribisch durchdachte Taschen für die Héroïne, die Heldin von heute, die Businessfrau. Dieser Heldin geben Eva Jerratsch und Anton Jurina klarlinige Fächertaschen in raffiniertem Farb- und Materialspiel an die Hand, mal hochkant, mal querformatig. Regelrechte Statement-Bags, die in Padua gefertig werden und im Kern 399 bis 699 Euro VK kosten. Hingucker der Taschen mit Stand sind insbesondere die kontrastfarbigen Seiten, die, anders als der Korpus, meist aus Veloursleder gearbeitet sind. Da trifft etwa Grau auf Cognac, Gold auf Schwarz, Rosé auf Grau. In den gepolsterten Compartments ist genügend Raum, um alle gängigen Business-Begleiter sicher zu verstauen, von Smartphone bis Notebook, selbst Visitenkärtchen haben ihr eigenes Fach. Nach dem Launch stand zunächst der Direktvertrieb im Fokus, jetzt will man mit Handelspartnern starten.


Palio

Palio
Der Shopper, der immer geht. Die Clutch, bei der man nicht lange überlegen muss. Die Kurzgrifftasche, die jedes Outfit ins Feminine dreht. Palio, das sind leicht verständliche Taschen in kommerzieller Preislage von 70 Euro (Clutches) über 199 Euro (Rucksack) bis hin zu 229 und 239 Euro in der Spitze (Shopper und Kurzgrifftaschen). Die Leder kommen aus der eigenen Gerberei des Labels, das von Jennifer Li in China gegründet wurde und das über Roberto Design, Bad Sobernheim, nach Deutschland kommt.

Lilly Kunkel Design

Lilly Kunkel Design
Das Label aus Hamburg steht für die Highend-Variante des Ibiza-Korbs. Die Macherinnen, Ines Behrens-Kunkel und ihre Tochter, sprechen mit einem Augenzwinkern „von deutscher Wertarbeit“, denn die Körbe werden zwar aus Osier-Palmblatt in Marrakesch geflochten, das Design, also die Handbemalung, erfolgt aber im Hamburger Atelier: mal ein Mops, mal Kirschen, mal ein Pandabär. Alternativ gibt’s Pailletten-Varianten, die eine ungewöhnliche Pailletten-Dichte aufweisen: 20.000 Pailletten pro Korb. Jeder ist ein Unikat. 49,69 und 89 Euro kosten die Körbe im EK – bei einer Kalkulation von etwa 3,0. Das Orderminimum liegt bei zehn Körben.

Maria/Maleta
Maria/Maleta
Vor drei Jahren gegründet, stehen hinter dem Label aus Portugal die beiden Freundinnen Ana Neto und Daniela Marques. Ihre Taschen haben jeweils zwei Seiten, die für die zwei konträren Seiten einer jeden Frau stehen sollen. Nach Lust und Laune lässt sich eine der beiden mit wenigen Handgriffen in den Vordergrund stellen. Die Stilistik der Ledertaschen bleibt dabei eigentlich recht geradlinig und zeitlos, es sind vielmehr die Farben, die sie so frisch, neu, anders wirken lassen. Etwa wenn Pastellgelb mit holografisch schimmerndem Silber kombiniert wird. Zu den beliebtesten Modellen zählen Clutch und Backpack, die Kernpreislage liegt zwischen 90 und 180 Euro VK. Email: danielamarques@mariamaleta.com.

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Zoé Lu

Zoe Lu
Ein großer Spaß. Ganz neu, sehr eigen: das Taschen-Konzept der drei Münchner Frauen Ulrike Heintz, Larissa Walter und Jennifer Rüggeberg. Alle sind Profis im Taschendesign und wollten ein nachhaltiges, spielerisch veränderbares Produkt entwickeln. „Style your bag“ ist das Ergebnis, ein Korpus, der binnen Sekunden mit unterschiedlichen Flaps bestückt werden kann. Die Saddlebag aus italienischem Rindsleder trägt einen Reißverschluss auf der Rückseite, an dem die dekorativen Klappen angebracht werden. Jetzt, zur ersten Saison, gibt es 15 Varianten. Darüber hinaus bereits eine Kooperation mit dem Couture-Label Maison Common: extra farbenfroh und prachtvoll geschmückt. Taschenkörper im VK 129 Euro, die Flaps zwischen 49 und 159 Euro. Das Set von Zoé Lu for Maison Common: 398 bis 449  Euro im VK.

Vee Collective
Vee Collective
Die, die unter den Ersten sind und es schon im Laden haben, sind so zufrieden, dass bereits nachgeordert wurde. Die Erfolgsformel von Vee Collective liegt offenbar darin, dass hier coole, hochwertige Stilistik auf ein Höchstmaß an Funktionalität trifft. Bei der Entwicklung der Unisex-Bags aus Nylon hatte Leichtigkeit oberste Priorität. Zu weiteren Features gehört das wasserabweisende Coating des mit Schaumstoff abgepolsterten Nylons, Details sind aus Leder, die ebenfalls gepolsterten Trageriemen versprechen „Rucksack-Feeling“. Da die leichte, faltbare Tasche, die es bis dato in drei Größen und fünf Farben gibt, trotz ihres Fliegengewichts extrem reißfest sein soll, eignet sie sich für den Gebrauch 24/7, als Day-Bag, Sport- oder Reisetasche. Vee Collective versteht sich als Premiumprodukt, die VKs sind auf 149, 169 und 189 Euro VK bei einer 2,7er Kalkulation festgesetzt. Nachgeliefert werden kann innerhalb von drei Tagen. Vee Collective ist ein Label der Lili Radu GmbH, Ansprechpartner ist Patrick Löwe.

Mehr zum Thema Schuhe, Taschen und Accessoires für Frühjahr 2018 lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Textilwirtschaft ab Mittwoch, 9. August, 18 Uhr, in der aktuellen TW Magazin App für iOS und Android sowie am Donnerstag in der gedruckten Ausgabe.
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