Spartanisch, reduziert. Die Mode des spanischen Designers Cristóbal Balenciaga war ihrer Zeit voraus. „Ein Couturier muss ein Architekt für den Schnitt, ein Bildhauer für die Form, ein Maler für die Farben, ein Musiker für die Harmonie und ein Philosoph für den Stil sein“, sagte er. Das Geheimnis von Eleganz? Weglassen. Seine Liebe galt stets architektonischen Formen. Lieblingsfarbe: Schwarz.

Cristóbal Balenciaga ist seit 40 Jahren tot, seine Kreationen haben aber Strahlkraft ins Heute. So wird er von jungen Design-Talenten in einem Atemzug mit Chanel oder Yves Saint Laurent genannt, wenn es um die Frage geht, wer für sie Leitbild-Funktion hat. Das Musée Galliera in Paris präsentiert die kleine, feine Ausstellung „Cristóbal Balenciaga – Collectionneur de Modes“ bis zum 7.Oktober im  Gebäude der Cité de la Mode.

Eine moderne Location für eine moderne Ausstellung, die eine Lektion über Eleganz und Modernität ist. Die Sammlung stellt 45 Mäntel, Kleider und Ensembles aus Balenciagas Archiven 70 Modellen aus früheren Jahrhunderten aus den Mode-Archiven des Musée Galliera gegenüber. Dazwischen Stoffbahnen, Zeichnungen, unvollendete Modelle, Inspirationen, die Balenciaga sammelte. Das Ambiente passt zur neuen Geschichte des Hauses, das der heutige Designer Nicolas Ghesquière stetig einer Modernisierung unterzieht. Und so das Erbe Balenciagas würdig fortführt.