Ein Schelm, wer dabei an Fußball denkt. Nein, sie sehen hier keine Mannschaftsaufstellungen. Auch keine Schulklasse, die sich zum Gruppenfoto platziert hat. Vielmehr ein Versuch der Werbetreibenden, Spannung in Modekampagnen zu bringen. Verliebte Pärchen, nette Freundinnen, coole Männer-Duos. Austauschbar, zu oft gesehen, nichtsaussagend. Das Team ist der Star in dieser Kampagnen-Runde.

So setzt DKNY seine Strategie fort und zeigt wie bereits auf der New York Fashion Week im Februar keine Models, sondern Künstler, Tattoo-Artists, Kellner, Schauspieler zusammen mit Sängerin und Testimonial Rita Ora auf einem Gruppenfoto. Echte New Yorker, wie die Designerin betont. Will heißen, die Kollektion ist für Normalsterbliche (wenn auch sehr schöne) gemacht. Traut Euch, kauft! So spricht die Kampagne nicht nur das Gemeinschaftsgefühl an, sondern zeigt auch, wie vielseitig die Kollektion ist. Ein praktischer Nebeneffekt dieser Team-Geschichte.

Balmain-Designer Olivier Rousteing stellt mit der Herbst-Kampagne die Schönheit verschiedener Kulturen dar. Fotograf Mario Sorrenti bringt Cara Delevingne, Jourdan Dunn, Ysaunny Brito, Issa Lish, Binx Walton und Kayla Scott auf ein Bild und damit ein Potpourri verschiedener Ethnien. Das französische Modehaus zeigt sich damit nicht nur weltoffen, sondern gibt den teilweise unbekannten Models in der Gruppe die Chance, mit absoluten Topmodels zu posieren. Eine gute Starthilfe fürs Modelbusiness.

Gruppen sind für werbetreibende Unternehmen ein guter Kompromiss: In Kombination mit bekannten Gesichtern sinkt die Hemmschwelle, auch auf absolute Model-Newcomer zu setzen. Auch Givenchy (sexuelle Spannung liegt in der Luft), Dolce&Gabbana (Märchen-Setting), Gucci (Ein wahrer Auflauf von Topmodels) und Hunter (sehr gruppendynamisch) gehören im Herbst zu den Teamplayern und zeigen, wie facettenreich die Idee umgesetzt werden kann. Einige davon gar weltmeisterlich.