Am Rande des legendären Coachella-Festivals in Kalifornien ist die Bombe am Wochenende geplatzt. Einen stylischeren Rahmen hätten die neuen Partner – der schwedische Filialist H&M und der amerikanische Modedesigner Alexander Wang – wohl kaum wählen können, um ihre künftige Kreativ-Kooperation bekannt zu geben. Am 6. November soll die Kollektion – Bekleidung und Accessoires für Damen und Herren – bei H&M erhältlich sein.

Wang ist der zwölfte Design-Partner der Schweden und wird, soviel steht bereits jetzt fest, dem Unternehmen alle Ehre machen. Schließlich ist der Amerikaner (30) einer der wichtigsten Jungtalente der internationalen Modeszene und sorgt seit Saisons für Aufsehen auf dem Schauenparkett. Seit 2006 als Kreativchef für sein eigenes Label Alexander Wang, seit 2009 für die Zweitlinie T by Alexander Wang – deren Erfolge ihm die Nachfolge von Nicolas Ghesquière für Balenciaga verschafft haben. Seit drei Saisons designt Wang für das französische Traditionshaus, bekommt gute Kritiken für seine Arbeit. Es scheint als bräuchte Wang nun eine neue Herausforderung.

Was dürfen die H&M-Kunden vom Wunderkind erwarten? Farblich zurückgenomme Sportswear ist Wangs DNA, sie wird sicherlich besonders stark in die Entwürfe einfließen. Coole Sweats, edgy Strick, sportive Hosen – um diese Pfeiler könnten sich die Kollektionen aufbauen. Outerwear wird mit großer Wahrscheinlichkeit im Zentrum der Looks stehen. Als Ledervarianten? Gut möglich, schließlich ist Wang für das mühelose Spiel mit Materialien und den hohen Einsatz von Leder bekannt.

Ob er damit die Verkaufserfolge von Isabel Marant bei H&M schlagen kann, bleibt abzuwarten. Zeichnet er doch ein weitaus weniger gefälliges und konsumiges Frauenbild als seine Vorgängerin.