Zusammen mit der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama hat Louis Vuitton eine Accessoire- und Ready to Wear-Kollektion auf den Markt gebracht. Zum Land der aufgehenden Sonne scheint die französische Luxusmarke ein sehr inniges Verhältnis zu pflegen. Denn die aktuelle Kooperation mit der Yayoi Kusama ist nicht die erste Zusammenarbeit mit einem japanischen Künstler. Man erinnere sich an die farbenfrohen, lachenden Blumengesichter und das verspielte Cherry Blossom-Muster von Takashi Murakami. Auch mit Comme des Garçons-Gründerin Rei Kawakubo gab es 2008 eine Kooperation. Die japanische Desginern entwarf eine exklusive Abendtaschen-Kollektion für Louis Vuitton.

Bei Kusamas Kollektion dreht sich alles um weiße und schwarze Polka Dots, die wahlweise auf rotem, gelbem, weißem oder schwarzem Hintergrund zur Geltung kommen. Ob auf Taschen, Sonnenbrillen, Portemonnaies, Pumps, Armbändern, Tüchern oder Kleidern, alles ist gepunktet. Rund 96 Teile umfasst die Kollektion, die jetzt zum Winter lanciert wird. Die Preise für größere Taschenmodelle liegen bei 2300 Euro, Seidenkleider kosten 1130 Euro, 1340 Euro der Trench, Sonnenbrillen 385 Euro.

Yuyai Kusama startete ihre Karriere früh. Bereits mit 10 Jahren malte sie aus Wasserfarben und Ölpastellen Bilder mit Kreisen- und Netzmustern. 1957 ging Kusama nach New York. Die gleichen Motive malte sie nun auf große Leinwände. Der kommerzielle Erfolg blieb zunächst aus. Anfang der 60er Jahre machte sie mit Happenings wie dem Body Painting Festival, Anti Kriegs-Demonstrationen und Modenschauen auf sich aufmerksam. 1973 ging Kusama zurück in ihre Heimat. Ab Ende der 80er Jahre erfolgten eine Reihe von Einzelausstellungen in Japan mit denen sie auch in Europa bekannt wurde. 2006 wurde sie mit dem National Lifetime Achievement Award ausgezeichnet. Zudem erhielt sie als erste Frau den Nobelpreis der Künsten den „Praemium Imperiale".