Wissen, was die Kundinnen wollen – das ist wohl die größte Herausforderung im Geschäft mit Mode. Dafür lohnt sich ein Blick auf die Inspirationsquellen der Damen: die Publikumszeitschriften. Sie sind ein wichtiger Gradmesser. Was sie propagieren, wollen modeinteressierte Kundinnen auch auf den Flächen finden. Und selten waren sich die Publikumszeitschriften von Vogue bis Glamour, von Elle bis Instyle so einig, wie in diesem Frühjahr. Das Thema der Saison: Die Siebziger.

Vor allem in den vertikalen Sortimenten sind die Seventies schon deutlich zu sehen. Doch im restlichen Modehandel wird das Thema eher zurückhaltend angegangen. Dabei bietet es unzählige Möglichkeiten. Zwar ist es ein Style, der vor allem für jüngere Kundinnen anziehend sein dürfte. Aber heruntergebrochen über Accessoires oder starke Einzelteile steckt auch für die modische Mitte viel Potenzial in den Siebzigern.

Inspiration, wie die Themen plakativ dargestellt werden können, zeigen die aktuellen Shootings von Vogue, Instyle & Co. Sie setzten das Thema über mehrere Doppelseiten in Szene. Wichtig dabei: Viel Velours, vor allem in Cognac-Tönen, Spitze, Schlaghosen und klobige Plateau-Sandalen. Blümchenprints und Schlapphut gehören ebenfalls obligatorisch dazu. Außerdem wichtige Elemente: Fransen an Jacken oder Taschen, gerne auch aus hellbraunem Velours (Instyle) und generell kleine braune Satteltaschen und Halfmoon-Bags (ebenfalls Instyle). An sonnigen Tagen darf die große runde Sonnenbrille nicht fehlen und zum Blümchenkleid der kniehohe Stiefel (beides Grazia).

Zentrales Teil ist die Schlaghose. Ob aus Denim, ob boden- oder knielang, ob weiß oder mit Blumenprint. Nach Jahren der Skinny-Dominanz bringen die Seventies womöglich den längst überfälligen Silhouettenwandel. Und glaubt man den Publikumsmagazinen, steht dieser Silhouettenwandel bereits jetzt im Sommer an.