Zeitlos, mit Fokus auf Qualität und Design“, beschreiben die Macher das Konzept der gesonderten Linie Zara Studio. Und: „Die Kollektion soll sich optisch nicht strikt einer Saison unterwerfen.“ Viel wichtiger sei, dass sich alle Styles miteinander zu vielseitigen Looks kombinieren ließen. Deshalb gebe es auch eine sehr konzentrierte Farb-Aussage. Off-White, Beige, Camel und Braun. Das wars. Bei den Qualitäten liegt der Schwerpunkt auf Naturfasern. So kommen reine Wolle, Mischungen mit Mohair und Alpaka sowie Baumwolle und Cord zum Einsatz.



Bei den in Stoff, Schnitt und Farbe soft und smart gehaltenen Looks übernehmen insbesondere tiefe Oberflächen und neue Volumina die Rolle des Spannungsbringers. Weite Mäntel (129 Euro) werden über voluminösen Pullis und langen Cardigans getragen (39-59 Euro), höher geschnittene Hosen (49 Euro), teils mit Bundfalte, kommen ebenfalls mit mehr Weite, werden großteils verkürzt gezeigt.

Entspannt zeigen sich auch die Accessoires wie große Wollschals (39 Euro) und softe Velours-Shopper (99 Euro), die sich ohne Bruch einfügen. Das Bild ist extrem harmonisch, für die dunkle Jahreszeit auch außerordentlich hell. Nicht die schlechteste Entscheidung mit Blick nach draußen.

Ebenfalls interessant: Kaum eine Spur von Hype-Themen wie Sport, Deko, Streetwear ist zu sehen. Selbst auf Sneaker, sonst dieser Tage unverzichtbarer Modernitäts-Signalgeber in den Lookbooks sämtlicher Genres, wurde verzichtet. Stattdessen durch und durch ein Stil, als hätten die schnellen Spanier eine Inspirationsreise ins verträumte Solomeo unternommen. Ob Cucinelli wohl auch Lust auf weiße Socken hätte?

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