Was haben wir uns gefreut, auf neue, inspirierende Looks auf den Straßen von Berlin. Die allerdings blieben bei Temperaturen weit unter Null unter dicken Daunenjacken und mehreren Lagen verborgen. Dann wird eben umdisponiert, der Fokus auf „Oberflächliches" gelegt: Was gibt es Richtungsweisendes beim Thema Outerwear?

Bomberalarm heißt es für die Hipstergeneration. Am liebsten die orginalen Teile von Alpha Industries: klassisch in Grün, mit Innenfutter in Orange, schön prollig. Nicht ganz so prollig, aber dennoch ein Statement: College-Jacken. Sie werden schon seit Saisons propagiert, nun haben sie den kommerziellen Durchbruch geschafft. Dabei geht es ebenso um möglichst authentische Versionen der Baseball-Klassiker. Ein Muss für Männer und Frauen gleichermaßen bleibt Camouflage. Es sind vor allem Army-Parka und Canvas-Jacken mit Tarnmuster, die Männer zu Chinos und Sneaker kombinieren, oder mit dem brave Outfits (Wollhose, Oxford, Budapester) gebrochen werden. Frauen erden mit dem coolen Teil ihre Glamour-Looks (Metallic-Röhre, Pailletten-Top, spitze Pumps).

Eine regelrechte Renaissance bei dem etwas erwachsenerem Publikum erlebt der Camel-Coat. Bestenfalls aus Kamelhaar oder Cashmere, schlicht, knielang. Weit davon entfernt, ein modisches Statement abzugeben, denn ihn umweht das Flair eines Klassikers. Hier ist Stil zu Hause. Ohnehin kommt Camel. Bei den Damen ist die Farbe schon längst kein Geheimtipp mehr. Jetzt bereichert sie zunehmend auch die Looks der Herren.