Seek, Capsule, Bright. Nicht wenige hatten dieses Mal auch kleinere Messen auf dem Laufzettel für Berlin. Von dort kommen die wichtigsten Einflüsse für die Mode zurzeit. Zumindest für einen Teil des Marktes. Von Street- und Skatewear – weiterhin. Von progressiven Contemporary-Labels. Und: von den Einkäufern, die diesen Looks selbst verkörpern, von den Besuchern, die diesen Lifestyle leben und lieben. Streetlooks, Outfits auf höchstem Niveau und Impulse für die Looks von morgen.

Der offensichtlichste Trend: 90er Jahre Streetwear-Reminiszenzen haben sich über alles gelegt, kaum ein Look ohne Käppi, Hoodie, prollig wattierten College-Blouson oder Trikot. Und Sneaker sowieso.

All das aber upgedated, mit neuen Partnern, technischer, futuristischer, härter, dunkler, damit es neu wirkt. Kein Neon mehr, keine lauten Typografien, keine bunten Retro-Runner. Stattdessen: viel Schwarz, Blau und Grau. Grunge-, Punk-, Rock- und Gothic-Einflüsse. Bandshirts, Schlauchkleider, Gym-Pants, oversized Strick, Biker-Jacken. Checks, Moonwashed-Jeans, Fell- und Denim-Westen brechen die Looks auf. Tennis-Sneaker, metallische High Tops, Biker-Boots und Dr. Martens.

Urban Skate Rebel. Sophisticated Gothic-Ghetto… Für diesen Look kann man sich viele lustige Namen ausdenken. Spätestens, wenn die Outfits auf der Fläche hängen und es in die Vermarktung geht, sollte man sich für einen griffigen entscheiden.